23 April 2026, 18:13

Bierkrise in Niedersachsen und Bremen: Brauereien sterben, Steuern brechen ein

Plakat für ein Bierfest in Deutschland mit Menschen, die Biergläser halten und einem Fass im Hintergrund, mit deutschem Text unten.

Bierkrise in Niedersachsen und Bremen: Brauereien sterben, Steuern brechen ein

Die Bierproduktion und der Bierabsatz in Niedersachsen und Bremen sind laut den neuesten Zahlen weiter rückläufig. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Region weniger Brauereien, sinkende Verkaufszahlen und einen deutlichen Rückgang der Steuereinnahmen. Branchenangaben zeigen nun einen stetigen Abwärtstrend seit 2016.

Die Zahl der Brauereien in den beiden Bundesländern sank von 85 im Jahr 2024 auf 81 im Jahr 2025 – ein Rückgang um 4,7 Prozent. Dies geht einher mit einem allgemeinen Absatzrückgang: Der Bierverkauf ging im gleichen Zeitraum um 4,2 Prozent zurück, von 7,5 Millionen Hektolitern im Jahr 2024 auf 7,2 Millionen im Jahr 2025.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit 2016 ist der Rückgang noch deutlicher. Der Absatz brach um 17,7 Prozent ein, was 1,5 Millionen Hektolitern weniger entspricht. Die Steuereinnahmen entwickelten sich ähnlich negativ und sanken im selben Zeitraum um 27,4 Prozent. Für 2025 werden die Einnahmen aus der Biersteuer voraussichtlich nur noch 38,4 Millionen Euro betragen – ein Minus von 10,7 Prozent gegenüber den 43 Millionen Euro des Vorjahres.

Der Gesamtverlust bei den Steuereinnahmen seit 2016 beläuft sich mittlerweile auf 14,5 Millionen Euro, was sowohl auf den geringeren Konsum als auch auf die schrumpfende Branche zurückzuführen ist.

Die aktuellen Zahlen bestätigen eine klare Schrumpfung des regionalen Biermarktes. Mit weniger aktiven Brauereien und kontinuierlich sinkenden Absatzmengen sind die Steuereinnahmen deutlich zurückgegangen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, sind in den kommenden Jahren weitere Rückgänge bei Produktion und Einnahmen zu erwarten.

Quelle