05 June 2026, 18:39

Betrügerische Schreiben an Besitzer von Balkon-Solaranlagen: Bundesnetzagentur warnt vor Fake-Mahnungen

Strafzahlung für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrügerische Schreiben an Besitzer von Balkon-Solaranlagen: Bundesnetzagentur warnt vor Fake-Mahnungen

Besitzer kleiner „Balkon-Solaranlagen“ in Deutschland erhalten betrügerische Schreiben, die angeblich von der Bundesnetzagentur stammen. Die gefälschten Briefe fordern eine sofortige Registrierung der Anlagen und die Zahlung von Bußgeldern – die Behörde warnt nun öffentlich vor der Masche. Betrüger nutzen die Unsicherheit rund um Meldepflichten aus, um Empfänger zu unnötigen Zahlungen zu drängen.

In den gefälschten Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Minianlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Sie fordern ein „Bußgeld“ in Höhe von 41,60 Euro und drohen mit einer „vollen Strafe“ von 208 Euro, falls die Summe nicht innerhalb von 14 Tagen beglichen wird. Die Bundesnetzagentur weist auf mehrere Ungereimtheiten hin – darunter falsche Absenderadressen und Telefonnummern – und bestätigt, dass es sich um Fälschungen handelt.

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Laut deutschem Recht müssen Betreiber von Balkon-Solaranlagen ihre Systeme zwar innerhalb eines Monats nach Installation registrieren. Zudem sind sie verpflichtet, jährlich Zählerstände zu übermitteln, um die Einspeisevergütung zu erhalten. Zwar können bei Verstößen gegen die Meldepflicht tatsächlich Strafen verhängt werden, doch nutzen die Betrüger diese Vorschrift gezielt, um falsche Dringlichkeit vorzutäuschen.

Die Behörde ruft Empfänger dazu auf, die Zahlungsaufforderungen zu ignorieren und den Betrugsversuch bei der Polizei anzuzeigen. Gleichzeitig arbeiten die Behörden daran, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und weitere Opfer zu verhindern. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage weiterhin und rät Betroffenen, verdächtige Schreiben direkt bei der Behörde zu überprüfen. Die pflichtgemäße Registrierung und Meldung bleibt für Besitzer von Balkon-Solaranlagen zwar verbindlich, Zahlungen sollten jedoch ausschließlich über offizielle Kanäle abgewickelt werden. Die Ermittlungen der Polizei zu den Betrugsfällen laufen noch.

Quelle