Berliner Schulen brauchen dringend mehr Demokratie und Inklusion – jetzt fordern es alle gemeinsam
Winfried JunkBerliner Schulen brauchen dringend mehr Demokratie und Inklusion – jetzt fordern es alle gemeinsam
Breites Bündnis fordert grundlegende Reformen an Berlins Schulen
Ein breites Bündnis aus Bildungsinitiativen drängt auf tiefgreifende Veränderungen im Berliner Schulsystem. Die Allianz „Gute Schulen für alle“ fordert mehr Demokratie, Inklusion und Chancengerechtigkeit im Bildungswesen. Zu ihren Mitgliedern zählen Schüler- und Elternvertretungen, Lehrergewerkschaften sowie Basisbewegungen wie „Schule muss anders“ und „Macht Bildung laut“.
Der Aufruf zu Reformen kommt zu einer Zeit, in der die Sorgen um das Wohlbefinden von Schüler:innen und die ungleichen Bildungschancen wachsen. Jennifer Rosin, Landesschülervertreterin Berlins, kritisiert die steigende Zahl von Jugendlichen, die mit psychischen Belastungen, Krankheiten oder Einsamkeit kämpfen. Auf einer Veranstaltung am kommenden Donnerstag wird sie zentrale Forderungen für demokratischere Schulen vorstellen.
Ein weiteres drängendes Problem ist Ausgrenzung. Janine Schott von der Berliner Allianz für Schulinklusion wies darauf hin, dass derzeit rund 2.800 Kinder in der Stadt keinen Schulplatz haben. Gleichzeitig warnte Lydia Puschnerus, Lehrerin und Schulreferentin bei der GEW Berlin, dass ein übermäßiger Fokus auf Tests das eigentliche Lernen beeinträchtige.
Die Allianz argumentiert, dass das Vertrauen junger Menschen in demokratische Systeme schwindet. Schulen müssten eine stärkere Rolle dabei übernehmen, dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Ihre Vorschläge umfassen eine konkrete Liste von Maßnahmen zur Verbesserung von Gerechtigkeit, Inklusion und Schülerbeteiligung. Der Landesschülerausschuss (LSA) unterstützt diese Position und betont, dass die Bildungspolitik einen grundlegenden Wandel brauche – und keine bloßen Kosmetikkorrekturen.
Die Forderungen des Bündnisses zielen auf praktische Schritte ab, um Schulen inklusiver und demokratischer zu gestalten. Die Vorschläge sollen Lücken im Zugang zum Bildungssystem verringern, den Prüfungsdruck mindern und die psychische Gesundheit von Schüler:innen stärken. Wie es weitergeht, hängt nun davon ab, wie die Politik auf die ausgearbeiteten Pläne reagiert.






