Arla übernimmt DMK: Mega-Fusion in der Milchwirtschaft genehmigt – doch Bauern sind gespalten
Leopold BeerArla übernimmt DMK: Mega-Fusion in der Milchwirtschaft genehmigt – doch Bauern sind gespalten
Die Europäische Kommission hat grünes Licht für die Übernahme der DMK durch Arla gegeben – die größte Fusion der europäischen Milchwirtschaft. Die Entscheidung folgt einer Prüfung, die keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen den Deal feststellte. Die Reaktionen aus der Landwirtschaft fallen jedoch gespalten aus.
Aktuell konkurrieren Arla und DMK in zentralen Regionen wie Norddeutschland um Milchlieferungen. Mit dem Zusammenschluss entfällt dieser Wettbewerb, wodurch Arla zum dominierenden Akteur wird. Die neue Genossenschaft wird dann über 11.000 Landwirte vertreten – darunter Arlas 7.000 Mitglieder und die 4.000 deutschen Erzeuger der DMK.
Die Kommission kam zu dem Schluss, dass der Handel weiterhin ausreichend Lieferanten für Eigenmarken-Milchprodukte zur Verfügung stehen werden. Zudem wies sie darauf hin, dass Arla den Landwirten in allen Märkten feste Preise zahlt, was Anreize für Preissenkungen nach der Fusion ausschließe.
Die Bewertungen des Deals gehen weit auseinander: Der Deutsche Bauernverband bezeichnete ihn als „grundsätzlich positiv“ und hob Arlas starke Exportnetzwerke hervor. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter kritisierte hingegen das Fehlen alternativer Verarbeitungsmöglichkeiten für die Landwirte. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft verurteilte die Entscheidung scharf und warf der Kommission vor, die Sorgen der Erzeuger ignoriert zu haben.
Die Fusion kann nun ohne regulatorische Hürden vollzogen werden. In einigen Regionen werden Landwirte künftig weniger Optionen für den Milchverkauf haben. Die langfristigen Auswirkungen auf Preise und Marktzugang bleiben abzuwarten.






