02 April 2026, 22:12

Apothekenbranche kämpft mit überdurchschnittlich alter Belegschaft und drohenden Personalengpässen

Plakat zum 70-jährigen Jubiläum des Kaiser-Huldigungsfestes in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen in der Mitte, die von Text und Zahlen umgeben ist und von einem Photo-Rahmen umrahmt wird.

Apothekenbranche kämpft mit überdurchschnittlich alter Belegschaft und drohenden Personalengpässen

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer alternden Belegschaft

Neue Zahlen aus dem Jahr 2024 zeigen, dass fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker mittlerweile 56 Jahre oder älter ist. Dieser Trend liegt über dem nationalen Durchschnitt älterer Arbeitnehmer und wirft Fragen zur künftigen Personaldecke auf.

Das Durchschnittsalter von Apothekerinnen und Apothekern in öffentlichen Apotheken beträgt 48,4 Jahre. Bei Apothekenleitern liegt es sogar bei 53,6 Jahren. Die größte Altersgruppe ist zwischen 56 und 60 Jahre alt und macht 13,5 Prozent der Belegschaft aus.

Deutschlandweit sind 24 Prozent aller Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren 55 bis 64 Jahre alt – in der gesamten EU sind es 20 Prozent. Bis 2039 werden voraussichtlich 13,4 Millionen deutsche Arbeitnehmer das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben.

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Aktuell arbeiten rund 53.000 approbierte Apotheker in öffentlichen Apotheken. Die pharmazeutische Industrie insgesamt beschäftigt 132.000 Menschen, wobei nicht alle Pharmazeuten sind. Genauere Zahlen zu jüngeren Fachkräften unter 30 Jahren bleiben aufgrund begrenzter Daten unklar.

Die Generation der Babyboomer prägt weiterhin den Arbeitsmarkt. Wenn diese älteren Jahrgänge in den nächsten 15 Jahren in Rente gehen, könnten Branchen wie die Apotheken vor wachsenden Personalengpässen stehen.

Da ein beträchtlicher Teil der Apothekerinnen und Apotheker kurz vor dem Ruhestand steht, könnte der Sektor bald einen Rückgang an erfahrenem Personal erleben. Die Daten verdeutlichen eine mögliche Herausforderung für die Aufrechterhaltung des Servicelevel in öffentlichen Apotheken. Langfristige Planungen könnten notwendig sein, um die Lücken zu schließen, die durch den Weggang älterer Mitarbeiter entstehen.

Quelle