13 March 2026, 08:14

Apotheken protestieren am 23. März für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, hält Schilder und Plakate hoch, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer rechts, während einer Demonstration in Deutschland.

Apotheken protestieren am 23. März für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf Proteste am 23. März vor

Am 23. März werden in Deutschland bundesweit Kundgebungen und Demonstrationen stattfinden, organisiert von Apothekeninhabern und Branchenverbänden. Die Proteste richten sich an die Politik und fordern höhere Gebühren sowie bessere Arbeitsbedingungen. Während einige Apotheken an diesem Tag geschlossen bleiben könnten, erhalten die Mitarbeiter weiterhin ihr Gehalt und können nicht gezwungen werden, an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Bei der bundesweiten Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, und Gewerkschaften sind nicht beteiligt. Stattdessen führen Apothekenbesitzer sowie Verbände wie die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und die Apothekerkammer Berlin die Forderungen an. Im Mittelpunkt stehen eine sofortige Erhöhung der seit 2013 unveränderten Rezeptgebühr von derzeit 8,35 Euro auf mindestens 9,50 Euro – inklusive künftiger Anpassungen. Zudem fordern sie die Abschaffung von Rabattverträgen und Importregelungen, die ihrer Ansicht nach das Überleben lokaler Apotheken gefährden.

Ob eine Apotheke am 23. März schließt, entscheidet die jeweilige Geschäftsführung. Mitarbeiter dürfen nicht zur Teilnahme an den Kundgebungen verpflichtet werden, und es ist auch unzulässig, ihnen später Überstunden aufzuerlegen, um die Schließung auszugleichen. Allerdings könnten sie gebeten werden, während der Schließzeit administrative Aufgaben zu erledigen. Nach deutschem Arbeitsrecht haben die Beschäftigten Anspruch auf ihre reguläre Bezahlung, da die Schließung als Annahmeverzug gilt – also als Fall, in dem der Arbeitgeber angebotene Arbeitsleistung nicht annimmt.

Trotz möglicher Schließungen bleibt die Patientenversorgung über Notdienstapotheken gewährleistet. Ziel der Proteste ist es, die Bundesregierung zu einer Überarbeitung ihrer geplanten Apothekenreform zu bewegen. Die Branche warnt, dass ohne Kurskorrektur weitere Schließungen die landesweite Arzneimittelversorgung gefährden könnten.

Demonstrationen sind in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München geplant. Die Apothekeninhaber betonen, dass die Aktion notwendig sei, um faire Bezahlung und stabile Betriebsbedingungen zu sichern. Das Ergebnis könnte die künftigen Verhandlungen über Gebühren und Regulierungen in der Branche maßgeblich beeinflussen.

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