30 April 2026, 00:22

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf löst Debatte über politische Diskriminierung aus

Eine große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin und hält Schilder hoch, mit Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und dem Himmel im Hintergrund.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf löst Debatte über politische Diskriminierung aus

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden vergangenes Wochenende aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Wie die Bild am Mittwoch berichtete, betraf der Vorfall Maximilian Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau. Mitarbeiter des Gaffel Haus sollen sie wegen ihrer Parteizugehörigkeit des Lokals verwiesen haben.

Unabhängig davon wurde Krah auch von der Leipziger Buchmesse ausgeschlossen, wo die Veranstalter ihm die Präsentation seines Romans Die Reise nach Europa aus Sicherheitsbedenken untersagten.

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Die Auseinandersetzung im Gaffel Haus ereignete sich am Sonntag, dem 14. April. Zunächst wurden nur Krah und Rau aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Als Janich nach dem Grund für ihren Rauswurf fragte, wurde auch er hinausgewiesen.

Krah riet seinen Anhängern später, die Kneipe zu boykottieren, und deutete an, dass Kunden durch ihren Konsumverzicht die Finanzen des Betriebs beeinflussen könnten. Es war nicht das erste Mal, dass der Politiker wegen seiner AfD-Verbindung ausgeschlossen wurde. Bereits zuvor hatte die Friedrich Pustet Druckerei in Regensburg die Zusammenarbeit mit dem Wiener Verlag Castrum Verlag beendet. Der Entschluss fiel, nachdem der Verlag Pläne bekannt gegeben hatte, ein Buch Krahs zu veröffentlichen – als Begründung wurde seine Parteizugehörigkeit genannt.

Auch die Leipziger Buchmesse zog ihre Einladung an Krah zurück, seinen Roman vorzustellen. Die Veranstalter begründeten dies mit möglichen Sicherheitsrisiken, ohne jedoch nähere Angaben zu machen.

Die Vorfälle verdeutlichen die anhaltenden Spannungen um AfD-Mitglieder in öffentlichen und kommerziellen Räumen. Krahs Ausschluss von einer Buchmesse und einer Kneipe folgt einem Muster, bei dem sich Unternehmen zunehmend von der Partei distanzieren. Sein Aufruf zum Boykott fügt der Debatte über politische Zugehörigkeit und den Zugang zu öffentlichen Orten eine weitere Ebene hinzu.

Quelle