2026 beginnt mit Medikamentenmangel und Lieferketten-Druck in Deutschland
Heinz-Peter Söding2026 beginnt mit Medikamentenmangel und Lieferketten-Druck in Deutschland
Deutschland steht zu Beginn des Jahres 2026 vor großen Herausforderungen: Fast 550 Medikamente sind weiterhin nicht verfügbar, wie aus einem Bericht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hervorgeht. Gleichzeitig müssen Unternehmen sich mit Preisanpassungen, Lieferengpässen und engen Fristen auseinandersetzen, um ihre Bestände für das kommende Jahr zu sichern. Die Verwaltungsetagen stehen unter Druck, Verträge, Lagerbestände und saisonale Planung präzise zu koordinieren.
Das neue Jahr stellt die Lieferketten-Teams vor sofortige Aufgaben. Viele im Dezember abgeschlossene Verträge sehen Lieferungen für das erste Quartal vor – das bedeutet, dass Lieferbestätigungen und Lagerkapazitäten unverzüglich überprüft werden müssen. Gleichzeitig bereiten sich Unternehmen auf weitere Preisanpassungen im Jahr 2026 vor, was eine Überarbeitung der noch zu alten Konditionen eingelagerten Bestände oder schnelle Anpassungen der Verkaufspreise erfordert.
Proaktive Bestandsplanung ist nun entscheidend, um Engpässe zu vermeiden. Da Rohstoffknappheit und logistische Flaschenhälse weiterhin ein Risiko darstellen, ist eine enge Abstimmung mit den Vertriebsteams notwendig, um im Falle von Rationierungen Prioritäten bei der Zuteilung zu sichern. Aktualisierte Lieferantenbedingungen – einschließlich Preise und Rückgaberegelungen – müssen zudem übersichtlich zusammengestellt werden, um schnell darauf zugreifen zu können.
Im Januar müssen auch die Vorbereitungen für die nächste Grippesaison finalisiert werden. Bestellformulare für Impfstoffe sind bis Ende des Monats einzureichen, während Planungsgespräche für Mitte Februar oder März angesetzt sind. Der Bericht des BfArM zu den nicht verfügbaren Medikamenten unterstreicht derweil anhaltende Versorgungslücken, auch wenn konkrete Details zu kritischen Engpässen oder betroffenen Wirkstoffgruppen weiterhin unklar bleiben.
Die Verwaltung spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Zu den Aufgaben gehören die Überprüfung der Lagerbestände nach der Bevorratung, die Nachverfolgung auslaufender Verträge und die Einhaltung von Fristen. Jede Nachlässigkeit könnte Unternehmen später im Jahr anfällig für Preissprünge oder Lieferengpässe machen.
Die ersten Wochen des Jahres 2026 geben den Ton für die Stabilität der Lieferketten an. Unternehmen, die Lieferungen frühzeitig bestätigen, Preise anpassen und saisonale Bestellungen rechtzeitig festlegen, sind besser gerüstet, um Engpässe und Kostenschwankungen zu bewältigen. Der Bericht des BfArM erinnert daran, dass Lieferrisiken weiterhin bestehen – und dass eine sorgfältige Planung in den kommenden Monaten unverzichtbar ist.






