08 March 2026, 14:10

20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt

Plakat für den Frauentags-Gedenktag von Team Redstone, das eine Frau mit einer "Frauen-Gleichstellung"-Fahne zeigt, mit Veranstalterdetails und Logos unten.

Frauentag in Berlin: Lauter Protest für mehr Rechte - 20.000 fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt

Tausende gingen am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße, um für Gleichberechtigung zu kämpfen. Die Demonstration, an der weit mehr Menschen teilnahmen als erwartet, forderte strengere Schutzmaßnahmen gegen Belästigung am Arbeitsplatz und ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Organisiert wurde der Protest von Gewerkschaften, feministischen Gruppen und Klimaaktivist:innen, die unter dem gemeinsamen Motto nach Gerechtigkeit und Reformen verlangten.

Bis zu 20.000 Menschen schlossen sich dem Marsch an – doppelt so viele wie von der Polizei zunächst geschätzt. Die Menge versammelte sich am Oranienplatz, bevor sie in Richtung Rotes Rathaus zog, wo der regierende Bürgermeister Berlins seinen Sitz hat. Plakate und Sprechchöre zeigten Solidarität mit der Widerstandsbewegung im Iran und griffen den Slogan Frau, Leben, Freiheit auf.

Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), kritisierte die Bundesregierung für den Abbau des Sozialstaats. Gleichzeitig forderte sie schärfere Gesetze, um Frauen besser vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen. Viele Transparente unterstrichen ihre Forderungen und prangerten Diskriminierung im Beruf sowie geschlechtsspezifische Gewalt an.

Die Kundgebung wurde offiziell von zwölf Frauenorganisationen und acht Gewerkschaften unterstützt. Medienberichte hoben das Engagement von Gruppen wie Fridays for Future, Ende Gelände und Sisters in Solidarity hervor. Weitere Proteste waren für den späteren Tagesverlauf in ganz Berlin geplant.

Der Marsch endete mit erneuertem Druck auf die Politik, Ungleichheit und mangelnde Arbeitsschutzrechte anzugehen. Organisator:innen und Teilnehmer:innen kündigten weitere Aktionen an – ein Zeichen für die anhaltende Dynamik der Bewegung. Die Veranstaltung unterstrich die breite Unterstützung für feministische und Arbeitnehmerrechte in der Hauptstadt.

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