18 April 2026, 16:11

"Zeit"-Chef warnt: Medienbranche steht vor historischem Umbruch

Schwarze und weiße Zeitungsvorderseite der New York Daily News vom 1. Oktober 1894 mit einem Mann im Anzug und Krawatte und kleineren Bildern von Menschen, Gebäuden und Text.

"Zeit"-Chef warnt: Medienbranche steht vor historischem Umbruch

Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit von dem langjährigen Verleger Rainer Esser. Unter seiner Führung hat die Zeitung eine Rekordzahl an Abonnements erreicht, doch warnt er vor großen Herausforderungen für die Medienbranche in der Zukunft.

Von der Kall räumt ein, dass der schwächelnde Werbemarkt die Verlage zunehmend unter Druck setzt und sie zum Umdenken zwingt. Er betont, dass es in der Branche kein "Weiter so" mehr geben dürfe, und beschreibt die aktuelle Phase als einen fundamentalen Wandel.

In einem Interview mit turi2, einer Publikation des Medienfachverlags Oberauer, verwies er auf einen wachsenden Konsens unter Verlegern: Die Branche müsse sich verändern, um die Zukunft des Qualitätsjournalismus zu sichern. Sein unmittelbarer Fokus liegt auf einer umfassenden Überprüfung der wichtigsten Geschäftsbereiche der Zeit in den kommenden Wochen.

Ziel ist es, eine langfristige Strategie zu entwickeln, die den Erfolg der Zeitung weit über das Jahr 2030 hinaus garantiert. Trotz der Herausforderungen zeigt sich von der Kall zuversichtlich, dass die Zeit sich anpassen und weiter prosperieren wird.

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Mit einer noch nie dagewesenen Abonnentenzahl betritt die Zeit unter von der Kalls Führung eine entscheidende Phase. Seine geplante Überprüfung der Geschäftsbereiche und sein Einsatz für einen branchenweiten Wandel unterstreichen die Dringlichkeit, sich an die veränderten Rahmenbedingungen im Mediensektor anzupassen. Die nächsten Monate werden zeigen, wie die Zeitung diese Umbrüche meistert.

Quelle