22 March 2026, 16:10

Wolfenbüttels Stadtrat blockiert umstrittene Bibliotheksfusion am Bahnhof

Eine gut beleuchtete Bibliothek mit hohen Bücherregalen voller Bücher, mit einer Tafel mit Text und einem Wasserzeichen unten, ähnlich einer Selbstbedienungsbibliothek in städtischen Straßenzügen.

Wolfenbüttels Stadtrat blockiert umstrittene Bibliotheksfusion am Bahnhof

Ein Plan zur Zusammenlegung der Stadt- und Kreisbibliotheken in Wolfenbüttel ist vom Stadtrat abgelehnt worden. Der von der CDU-Fraktion eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, durch die Bündelung der Buchbestände am Bahnhof Kosten zu sparen. Als Hauptgrund für die Idee nannten die Verantwortlichen die angespannte Haushaltslage – das örtliche Bildungszentrum verzeichnet ein Defizit von rund 6,2 Millionen Euro.

Sowohl die Stadt als auch der Landkreis kämpfen seit Monaten mit knappen Haushaltsmitteln. Der CDU-Vorschlag sollte die finanzielle Belastung verringern, indem logistische Aufwendungen – insbesondere der Transport von Büchern zwischen dem Bildungszentrum und dem Büchermobil – eingespart würden. Vorgesehen war, den gemeinsamen Bestand am Bahnhof unterzubringen und so die kulturellen Angebote im Bereich der Harzstraße räumlich enger zu verzahnen.

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Zudem hätten beide Verwaltungen Möglichkeiten zur besseren Raumnutzung am Bahnhof und im Bildungszentrum prüfen sollen. Ziel war es, durch kommunale Zusammenarbeit Effizienzgewinne zu erzielen, ohne freiwillige Leistungen zu kürzen. Doch der Rat lehnte den Antrag schließlich mit Mehrheit ab.

In Wolfenbüttel gibt es derzeit drei zentrale Kultureinrichtungen: die Herzog August Bibliothek, die städtische Stadtbücherei und die Volkshochschule des Landkreises. Aktuelle Nutzungsdaten der Bibliotheken lagen nicht vor, um die möglichen Auswirkungen einer Fusion zu untermauern oder zu widerlegen.

Mit der Ablehnung müssen Stadt und Landkreis nun nach alternativen Lösungen für ihre finanziellen Probleme suchen. Das 6,2-Millionen-Defizit des Bildungszentrums bleibt vorerst ungelöst, und die Bibliotheken werden vorerst weiter getrennt betrieben. Die Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, die Haushalte auszugleichen, ohne kulturelle Angebote zusammenzulegen.

Quelle