31 March 2026, 16:19

Wolfenbüttel senkt Gruppengrößen in Kitas ab 2026 für bessere Betreuung

Plakat mit der Aufschrift "Das Nationale Komitee gegen Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer USA-Karte und mehreren illustrierten Gesichtern, die Komiteemitglieder darstellen.

Wolfenbüttel senkt Gruppengrößen in Kitas ab 2026 für bessere Betreuung

Wolfenbüttel verkleinert Gruppen in Kitas und Kindergärten

Die Stadt Wolfenbüttel hat Pläne bekannt gegeben, die Gruppengrößen in allen Kindertageseinrichtungen zu reduzieren. Ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 wird die maximale Zahl der Kinder pro Gruppe in Krippe, Kindergarten und Hort gesenkt. Die Maßnahme folgt Forderungen von Leitungen und Eltern nach besser handhabbaren Gruppenstärken.

Der Stadtrat beschloss die Änderungen in seiner letzten Sitzung und reduzierte die Höchstzahlen um jeweils ein Kind. Krippegruppen dürfen künftig nur noch 14 statt 15 Kinder aufnehmen, Kindergartengruppen 24 statt 25 und Hortgruppen 19 statt 20. Die Anpassungen gelten für alle 29 Kindertageseinrichtungen in Wolfenbüttel – sowohl für städtische als auch für freie Träger.

Hintergrund der Reform ist das Demografie-Chancen-Programm 2030, das im Dezember vergangenen Jahres verabschiedet wurde. Angesichts sinkender Geburtenraten in der Region soll die Neuregelung das Betreuungspersonal entlasten und die Fachkraft-Kind-Relation verbessern. Die Einrichtungsleitungen sind für die Umsetzung verantwortlich, können aber in begründeten pädagogischen Fällen Ausnahmen zulassen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zwei AfD-Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung, die Mehrheit stimmte jedoch für den Plan. Damit ist Wolfenbüttel die erste Kommune in Niedersachsen, die solche Kürzungen umsetzt. Befürworter argumentieren, dass kleinere Gruppen den Fachkräften mehr Zeit für individuelle Förderung der Kinder ermöglichen.

Die neuen Regelungen treten zum Kindergartenjahr 2026/2027 in Kraft. Alle Einrichtungen müssen sie einhalten, wobei für besondere pädagogische Bedarfe Spielräume bleiben. Die Entscheidung markiert einen deutlichen Wandel in der frühkindlichen Bildungspolitik der Stadt.

Quelle