29 April 2026, 12:12

Wie ein anonymes Meldesystem Gewalt an US-Schulen verhindert

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Gesichtsmasken auf Bänken und Stehenden, mit Büchern und Gegenständen auf Tischen, Fenstern, einer Tür und Deckenventilatoren im Hintergrund, Teil einer nigerianischen Schule, die von COVID-19 betroffen ist.

Wie ein anonymes Meldesystem Gewalt an US-Schulen verhindert

Ein bundesweites Programm zur Verhinderung von Gewalt an Schulen erreicht mittlerweile Schülerinnen und Schüler in allen US-Bundesstaaten. Unter dem Namen Say Something ("Sag etwas") lernt die Jugend, Warnsignale zu erkennen und Bedenken anonym zu melden. Seit dem Start der Initiative sind fast 400.000 Hinweise von Schülerinnen und Schülern aus dem ganzen Land eingegangen.

Das Say Something-Programm startete 2014 – zwei Jahre, nachdem Nicole Hockley ihren sechsjährigen Sohn Dylan beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School verloren hatte. Gemeinsam mit anderen betroffenen Familien gründete sie 2013 die gemeinnützige Organisation Sandy Hook Promise, um Schusswaffengewalt an Schulen zu bekämpfen. Das Programm schult Schülerinnen und Schüler darin, Anzeichen für mögliche Gefahren zu erkennen – sei es Gewalt, Selbstverletzung oder Mobbing – und ermutigt sie, ihre Sorgen über ein anonymes Meldesystem oder vertraute Erwachsene zu teilen.

Das System arbeitet rund um die Uhr: Speziell geschulte Krisenberater prüfen jeden eingereichten Hinweis. Im Laufe der Jahre betrafen die meisten Meldungen Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung und Selbstgefährdung. Ein entscheidender Tipp führte 2021 zur Festnahme eines Schülers aus Indiana, der mit einem Schulmassaker zum Jahrestag der Parkland-Tragödie gedroht hatte.

Mittlerweile wurde das Programm in allen 50 Bundesstaaten eingeführt und erreicht tausende Jugendliche. Hockley ist überzeugt, dass das Meldesystem bereits Schießereien und Suizide in mehreren Gemeinden verhindert hat.

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Mit fast 395.000 bearbeiteten Hinweisen erweitert Say Something weiterhin seine Reichweite. Das anonyme Meldesystem bleibt 24 Stunden am Tag aktiv, um sicherzustellen, dass die Sorgen der Schülerinnen und Schüler schnell aufgegriffen werden. Schulen und Gemeinden, die das Programm nutzen, verzeichnen messbare Erfolge bei der Verhinderung von Gewalt und Selbstverletzung.

Quelle