Warnstreiks bei der AOK Baden-Württemberg: Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Lohn
Heinz-Peter SödingWarnstreiks bei der AOK Baden-Württemberg: Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Lohn
Warnstreiks bei der AOK in Baden-Württemberg begonnen
Bei der AOK in Baden-Württemberg haben die Warnstreiks begonnen. Die Arbeitsniederlegungen folgen gescheiterten Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern. Die Beschäftigten fordern höhere Löhne, nachdem in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt wurde.
Verdi rief zu den Streiks auf, nachdem die Arbeitgeber es versäumt hatten, ein Lohnangebot vorzulegen. Die Gewerkschaft pocht auf eine Erhöhung um 7,5 Prozent, mindestens jedoch 375 Euro mehr über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Claudia Chirizzi, Verdi-Verhandlungsführerin, betonte, dass die AOK-Mitarbeiter täglich 4,6 Millionen Versicherte betreuen.
Die eintägigen Streiks betreffen elf der 14 Regionaldirektionen der AOK sowie die Zentrale und die IT-Tochter ITSCare. An einigen Orten werden sich die Proteste mit bereits streikenden Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zusammenschließen. Die AOK Baden-Württemberg beschäftigt an diesen Standorten rund 11.500 Menschen.
Die nächsten Tarifgespräche sind für den 17. und 18. Februar angesetzt. Bisher waren etwa 4.000 AOK-Beschäftigte in Rheinland-Pfalz und im Saarland von früheren Verdi-Streiks betroffen. Unklar bleibt, wie viele Mitarbeiter bundesweit insgesamt von den Arbeitskämpfen betroffen sind.
Die Streiks erfolgen im Rahmen der Verdi-Forderung nach besseren Löhnen für die AOK-Belegschaft. Da die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt haben, hat die Gewerkschaft vor den nächsten Verhandlungen den Druck erhöht. Das Ergebnis wird entscheiden, ob es zu weiteren Arbeitskämpfen kommt.






