Südstadt-Center bleibt zu: Proteste gegen ungewisse Zukunft des Einkaufszentrums
Leopold BeerSüdstadt-Center bleibt zu: Proteste gegen ungewisse Zukunft des Einkaufszentrums
Zum sechsten Mal haben Anwohner gegen die Schließung des Südstadt-Centers protestiert und dessen Wiedereröffnung gefordert. Das Einkaufszentrum war im Februar geschlossen worden, nachdem Prüfer schwere Mängel im Brandschutz festgestellt hatten. Ohne schnelles Handeln könnte sich die Lage laut Behörden weiter verschärfen.
Die Stadt hatte das Südstadt-Center nach einem vernichtenden Sicherheitsbericht im Februar dichtgemacht. Bereits im vergangenen Jahr hatten Inspektoren der unteren Bauaufsichtsbehörde gravierende Defizite moniert. Bei einem Brand hätten die Folgen verheerend sein können.
Seit der Schließung hat die Vandalismuswelle am verlassenen Gelände zugenommen. Erst kürzlich erwischte die Polizei Diebe, die Kupferkabel aus dem leerstehenden Gebäude stahlen. Unterdessen nahm Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt an der jüngsten Demonstration teil, räumte jedoch ein, keine baldige Wiedereröffnung zusagen zu können.
Die Stadt bemüht sich nach Kräften um eine Lösung, hat aber kaum Einfluss auf die Entscheidungen des Eigentümers. Ein zuständiger Mitarbeiter führt derzeit Gespräche mit potenziellen Investoren. Falls das bestehende Center nicht gerettet werden kann, hat sich ein Investor bereit erklärt, in der Nähe einen kleineren Ersatzneubau zu errichten. Die Stadt kann den Besitzer jedoch weder zu Sanierungen noch zu einem Neubau zwingen.
Das Südstadt-Center bleibt vorerst geschlossen – ein konkreter Zeitplan für eine Wiedereröffnung steht nicht. Die Stadt prüft weiterhin Optionen, darunter auch einen möglichen kleineren Neubau. Bis auf Weiteres müssen Anwohner und lokale Vertreter auf den nächsten Schritt des Eigentümers warten.






