17 March 2026, 04:10

Studienfinanzierung in der Krise: Kürzungen treffen auf hohe Inflation und Mietbelastung

Plakat mit Text über die Entschuldung von Studienkrediten durch die Biden-Harris-Regierung und Bücher unten.

Studienfinanzierung in der Krise: Kürzungen treffen auf hohe Inflation und Mietbelastung

Der Streit um die Studienfinanzierung hat sich verschärft, nachdem die Regierung in ihrem jüngsten Haushalt die Unterstützung für Studierende und Auszubildende gekürzt hat. Ayşe Asar, Sprecherin für Forschungs- und Bildungspolitik, kritisierte diesen Schritt scharf – besonders vor dem Hintergrund, dass die Inflation die finanziellen Spielräume von Studierenden weiter einengt. Ihre Partei hat nun einen Antrag eingebracht, der eine Reform der Wohnkostenbeihilfen und die Sicherung grundlegender Leistungen für Auszubildende vorsieht.

Im Haushalt 2026 sind für die grundlegende finanzielle Absicherung von Studierenden und Auszubildenden 250 Millionen Euro weniger veranschlagt als im Vorjahr. Diese Kürzung trifft auf eine Phase anhaltend hoher Inflation, die die Kaufkraft aushöhlt und viele mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen lässt. Gleichzeitig stocken die Verhandlungen über eine Reform des BAföG, da es keine Einigung über die Finanzierung gibt.

Asars Partei hat einen offiziellen Antrag (Bundestags-Drucksache 21/2234) vorgelegt, in dem weitreichende Änderungen gefordert werden. Dazu gehören eine regionale Stafflung der Wohnkostenbeihilfen sowie deren automatische Anpassung an die Inflation. Zudem soll das Existenzminimum für Studierende und Auszubildende dem Niveau des Bürgergelds entsprechen.

Asar betonte, dass Studierende sich auf ihre Ausbildung konzentrieren sollten, ohne Existenzängste wegen der Miete zu haben. Sie kritisierte die Prioritätensetzung der Regierung und verwies darauf, dass der Bildungsbereich im Vergleich zu anderen Politikfeldern nur unzureichend ausgestattet sei. Aktuelle Zahlen zeigen, dass für neue Forschungsprogramme an Fachhochschulen jährlich lediglich rund 70 Millionen Euro bereitstehen – eine spürbare Aufstockung ist nicht in Sicht.

Die von der Regierung geplante Erhöhung der Wohnkostenbeihilfe um 60 Euro wird von Kritiker:innen als unzureichend abgetan. Sie decke bei Weitem nicht die stark gestiegenen Mietpreise in vielen Städten ab.

Der Antrag steht nun zur Debatte im Bundestag, während der Druck wächst, die Lücken in der Studienfinanzierung zu schließen. Sollte er angenommen werden, könnten regionale Mietanpassungen und eine Inflationsanbindung die finanzielle Belastung für Tausende mildern. Ohne eine umfassende BAföG-Reform drohen jedoch vielen Studierenden und Auszubildenden auch im kommenden Jahr weiterhin harte Zeiten.

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