Sixt attackiert EU-Pläne: "Hintertür-Verbot für Verbrenner" droht
Heinz-Peter SödingSixt attackiert EU-Pläne: "Hintertür-Verbot für Verbrenner" droht
Strengere EU-Flottenemissionsvorschriften stoßen bei Autovermietung Sixt auf scharfe Kritik
Die Pläne der EU für verschärfte Emissionsregeln bei Fahrzeugflotten haben beim Autovermieter Sixt heftige Kritik ausgelöst. Das Unternehmen warnt vor steigenden Kosten und praktischen Hindernissen, während Brüssel bis 2035 eine fast vollständige Elektrifizierung anstrebt.
Die neuen Maßnahmen sind Teil des Automotive Package der Europäischen Kommission, das Ende 2025 vorgestellt wurde. Sixt-Chef Konstantin Sixt bezeichnete die Pläne als ein "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren".
Laut dem EU-Vorschlag müssen deutsche Unternehmensflotten bis 2030 zu 83 Prozent auf Fahrzeuge mit niedrigen oder null Emissionen umstellen. Nur fünf Jahre später steigt diese Vorgabe auf 95 Prozent. Ziel der Regelungen ist es, den Ausstieg aus Benzin- und Dieselautos in ganz Europa zu beschleunigen.
Sixt äußert jedoch Bedenken hinsichtlich des raschen Umstiegs. Das Unternehmen nennt drei zentrale Probleme: explodierende Kosten, logistische Herausforderungen bei der Einführung elektrischer Flotten sowie die starke Abhängigkeit von chinesischen Batterielieferanten. CEO Konstantin Sixt prognostiziert, dass diese Faktoren zu höheren Mietpreisen für Kunden führen werden.
Das Automotive Package, das die Kommission Ende 2025 vorlegte, schreibt verbindliche Quoten für saubere Fahrzeuge vor. Sixt hält den Zeitplan für unrealistisch – angesichts der aktuellen Infrastruktur- und Lieferkettenengpässe. Zudem warnt das Unternehmen, dass Europas Abhängigkeit von importierten Batterien zusätzliche Risiken berge.
Die EU-Ziele zur Flottenelektrifizierung werden nun auf Widerstand der Branche stoßen, da Unternehmen die finanziellen und betrieblichen Auswirkungen prüfen. Sixts Warnungen deuten auf höhere Kosten für Mieter und mögliche Verzögerungen hin, falls die Batterielieferketten nicht Schritt halten können.
Der Erfolg der Regulierung hängt davon ab, diese Herausforderungen bis zur ersten Frist 2030 zu meistern. Unternehmensflotten, Autovermieter und Hersteller müssen sich in einem engen Zeitrahmen anpassen.






