Sachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Stagnation – IHK fordert radikale Reformen bis 2026
Serpil KranzSachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Stagnation – IHK fordert radikale Reformen bis 2026
Wirtschaft in Sachsen-Anhalt und bundesweit bleibt in anhaltender Flaute gefangen
Laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau steckt die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt und in ganz Deutschland weiterhin in einer lang anhaltenden Schwächephase fest. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung analysierte die Organisation die drängendsten wirtschaftlichen Herausforderungen und forderte dringende politische Kurskorrekturen, um die Stagnation zu überwinden.
Im Rahmen der Veranstaltung verabschiedeten die Mitglieder die "Politischen Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026" – ein Positionspapier mit zentralen Handlungsaufforderungen an die Landesregierung. Darin werden sieben Schlüsselfelder benannt: Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Innovation, Internationalisierung, Bürokratieabbau, Energie sowie Infrastruktur.
IHK-Präsident Sascha Gläßer nannte hohe Energiekosten, teure Arbeitskräfte, hohe Steuerlasten und übermäßige Bürokratie als Hauptgründe für die wirtschaftliche Stagnation. Zwar erkennen Bundespolitiker den Reformbedarf an, konkrete Lösungen blieben jedoch bisher aus.
Die Vollversammlung würdigte zudem die positiven Resonanzen auf die laufende Regionalkampagne der IHK, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts in den Fokus rückt. Mit Blick auf die Landtagswahl 2026 will die Kammer die wirtschaftspolitische Debatte durch Fachwissen und praxisnahe Vorschläge mitgestalten.
Die politischen Forderungen der IHK dienen nun als Leitfaden für die Landesregierung bis 2026. Wirtschaftsvertreter drängen auf schnellere Fortschritte bei Energiekosten, Steuern und Bürokratie, um das Wachstum wiederzubeleben. Gleichzeitig wird die Kampagne der Kammer weiterhin das wirtschaftliche Potenzial der Region bewerben – verbunden mit dem Appell an notwendige Reformen.






