11 April 2026, 04:10

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2030 – mit massiven Einschränkungen für Pendler

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S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet 2030 – mit massiven Einschränkungen für Pendler

Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln: Großprojekt startet voraussichtlich Ende 2030

Die S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einem umfassenden Ausbau, dessen Baubeginn bereits für Ende 2030 geplant ist. Das mit 836 Millionen Euro veranschlagte Projekt, das gemeinsam vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW) finanziert wird, umfasst den Bau eines zweiten Gleises, neue Haltepunkte sowie barrierefreie Zugänge. Pendler müssen sich jedoch auf erhebliche Einschränkungen einstellen – darunter eine größere Vollsperrung direkt nach Ostern 2026.

Zu den Ausbauplänen gehören die Verdopplung der Gleise, ein modernisierter Bahnhof Bergisch Gladbach sowie ein komplett neuer Haltepunkt in Köln-Kalk West. Sämtliche Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach erhalten zudem einen barrierefreien Ausbau. Zudem entstehen in den Kölner Bahnhöfen Hauptbahnhof und Messe/Deutz neue Mittelbahnsteige.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass die finalen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer erwartet werden. Sobald diese vorliegen, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda geht davon aus, dass die Arbeiten gegen Ende 2030 starten könnten.

Der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin Anfang 2032 gilt aufgrund von Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten mittlerweile als unsicher. Trotz möglicher Verzögerungen wird die ausgebauten S11 künftig alle zehn Minuten verkehren – in den Stoßzeiten sogar fast im Fünf-Minuten-Takt, was nahezu einer Verdopplung der Frequenz entspricht.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 836 Millionen Euro, wovon der Bund 531 Millionen und NRW 305 Millionen Euro trägt. Für Pendler bedeutet das jedoch Jahre der Beeinträchtigungen, beginnend mit der ersten größeren Sperrung unmittelbar nach Ostern 2026.

Nach Abschluss der Arbeiten wird der Ausbau der S11 die Kapazitäten und die Barrierefreiheit auf der Strecke deutlich verbessern. Durch häufigere Verbindungen soll der Berufsverkehr entlastet werden. Bis dahin müssen Fahrgäste jedoch mit langfristigen Sperrungen und baubedingten Verspätungen rechnen.

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