Oktoberfest: Vom bayerischen Volksfest zum weltweiten Besucherrekord
Winfried JunkOktoberfest: Vom bayerischen Volksfest zum weltweiten Besucherrekord
Das Oktoberfest bleibt eines der berühmtesten Feste der Welt – doch seine Wurzeln liegen in einem bescheidenen bayerischen Volksfest. Seit über zwei Jahrhunderten findet die Veranstaltung jährlich in München statt und lockt heute Millionen Besucher an. Trotz seines internationalen Ruhms bewahrt es sich seinen traditionell bayerischen Charakter.
Das erste Oktoberfest begann am 12. Oktober 1810 als fünftägiges Fest. Es feierte die Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Das Festgelände, heute als "Wiesn" bekannt, umfasst mittlerweile mehr als 120 Hektar.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Oktoberfest zum größten Bierfest der Welt. Frühere Aufzeichnungen verzeichnen rund 500.000 Besucher bei einer frühen Ausgabe der "Oiden Wiesn", während das größte Zelt im Jahr 1910 bereits 12.000 Gäste fasste. In den letzten Jahren strömten noch mehr Menschen herbei: Im Schnitt besuchen etwa sechs Millionen Menschen das Fest. 2023 wurde mit 7,2 Millionen Gästen ein Rekord aufgestellt, 2024 waren es sogar über 7,9 Millionen.
Heute dauert das Oktoberfest jährlich von Ende September bis zum ersten Oktoberwochenende. Es bietet Bierzelte der sechs großen Münchner Brauereien, traditionelle bayerische Küche, Fahrgeschäfte und Umzüge. Das Münchner Stadtarchiv bewahrt zudem historische Fotos vergangener Feste auf.
Das Oktoberfest bricht weiterhin Besucherrekorde, ohne seine ursprünglichen Traditionen zu vernachlässigen. Die Mischung aus Bier, kulinarischen Köstlichkeiten und Unterhaltung sichert ihm einen festen Platz als kulturelles Highlight. Zwar sind die genauen Besucherzahlen seit 1810 nicht vollständig dokumentiert, doch aktuelle Daten belegen seine wachsende Beliebtheit.






