17 March 2026, 18:15

Oktoberfest-Nachbar zwischen Faszination und Frust: "Manche Szenen erschüttern mich"

Eine Menge geht eine Straße entlang, die mit Zelten, Fahrzeugen und Bäumen gesäumt ist, auf einen Bogen unter einem klaren blauen Himmel zu, mit Fahnenmästen auf der linken Seite.

Oktoberfest-Nachbar zwischen Faszination und Frust: "Manche Szenen erschüttern mich"

Für Martin Stanek ist das Leben in der Nähe des Münchner Oktoberfests sowohl eine Freude als auch eine Belastung. Zwar schätzt er die lebhafte Atmosphäre des Volksfests, doch das jährliche Großereignis bringt auch betrunkene Besucher, Lärm und Dreck direkt vor seiner Haustür mit sich. Stanek, der in Interviews nicht mit seinem echten Namen genannt werden möchte, hat gelernt, die Nachteile zu akzeptieren – doch manche Verhaltensweisen erschüttern ihn immer noch.

Das Münchner Oktoberfest dauert etwa 16 bis 18 Tage, beginnt Ende September und endet am ersten Sonntag im Oktober. Für Stanek und seine Familie bedeutet diese Zeit ständige Störungen. Betrunkene Feiernde torkeln oft an seinem Haus vorbei, hinterlassen Urin und sogar Kot auf dem Gehweg. Er kann kaum glauben, dass sich Menschen in einem Wohngebiet so verhalten.

Stanek hat versucht, sein Eigentum zu schützen, doch Maßnahmen wie das Abgrenzen des Vorgartens haben wenig gebracht, um die Verschmutzung zu verhindern. Er hat schon Prominente wie die Kaulitz-Brüder gesehen, dazu betrunkene Fußballer und Wirte, die zum Chaos vor seiner Tür beitragen. Während er den Lärm und die grellen Lichter erträgt, stört ihn vor allem der mangelnde Respekt einiger Besucher.

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Er wünscht sich mehr Polizeistreifen – nicht nur auf dem Hauptfestgelände, sondern auch in den angrenzenden Straßen. Trotz der Probleme hat er die städtische Online-Plattform machmuenchenbesser.de noch nie genutzt, um die Verschmutzung zu melden. Wenn das Fest endlich vorbei ist, fühlt sich der erste Montag wie eine Erlösung an – auch wenn er zugeben muss, dass ihn ein Hauch von Wehmut überkommt, wenn die Menschenmassen verschwunden sind.

Staneks Erlebnisse zeigen die zwiespältige Realität des Lebens in der Nähe des Oktoberfests. Das Fest bringt Begeisterung mit sich, hinterlässt aber auch Müll, Respektlosigkeit und Störungen für die Anwohner. Vorerst arrangieren er und seine Familie sich weiter mit den jährlichen Herausforderungen – in der Hoffnung auf besseres Benehmen in den kommenden Jahren.

Quelle