Nordhorn und Grafschaft Bentheim: Einbruchschutz-Tipps jetzt Pflicht bei jeder Baugenehmigung
Winfried JunkNordhorn und Grafschaft Bentheim: Einbruchschutz-Tipps jetzt Pflicht bei jeder Baugenehmigung
Neue Initiative in Nordhorn und der Grafschaft Bentheim: Einbruchschutz-Tipps ab sofort mit jedem Baugenehmigungsbescheid
Ein neues Projekt in Nordhorn und der Grafschaft Bentheim sieht vor, dass künftig mit jeder Baugenehmigung auch Ratgebermaterial zum Einbruchschutz ausgegeben wird. Die von Polizeidirektor Uwe van der Heiden vorgeschlagene Maßnahme kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Einbruchszahlen in der Region weiterhin rückläufig sind. Die Behörden erhoffen sich durch die Initiative eine weitere Reduzierung der Kriminalität, indem sie Bauherren und Modernisierer zu besserem Schutz ihrer Immobilien motivieren.
Kernstück des Projekts ist ein Flyer mit dem Titel "Sicher wohnen ist planbar". Entwickelt wurde er in Zusammenarbeit vom Nordhorner Rat für Kriminalprävention, der örtlichen Polizei, der Handwerkskammer und den Bauaufsichtsbehörden. Die Broschüre enthält praktische Hinweise für Bauherren und Architekten, wie moderner Einbruchschutz bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden kann.
Die Handwerkskammer hat die Gestaltung und den Druck des Flyers finanziert. Die Bauaufsichtsämter in Nordhorn und der Grafschaft Bentheim fügen ihn nun automatisch jedem erteilten Baugenehmigungsbescheid bei. Ziel ist es, die Kriminalprävention von Anfang an als selbstverständlichen Bestandteil des Bauprozesses zu verankern.
Polizeidirektor van der Heiden betonte, dass die Initiative ein vorbildlicher präventiver Schritt sei. Angesichts der sinkenden Einbruchszahlen solle der Flyer dazu beitragen, diesen Trend durch frühzeitige Sicherheitsvorkehrungen – noch bevor Häuser fertiggestellt sind – weiter zu festigen.
Der Ratgeber erreicht künftig alle Bauherren und Modernisierer in der Region über ihre Genehmigungsunterlagen. Die enthaltenen Empfehlungen zu Schlössern, Alarmanlagen und baulichen Sicherheitsvorkehrungen könnten langfristig auch die Baustandards beeinflussen. Die Behörden wollen in den kommenden Jahren die Auswirkungen der Maßnahme auf die Einbruchszahlen evaluieren.






