25 March 2026, 00:14

Niedersachsen vereinheitlicht Praxisbedarf: Apotheken profitieren von neuem Vertragssystem

Ein Apothekenschild mit der Aufschrift "Die Generika-Apotheke" vor einem Gebäude, umgeben von urbanen Elementen unter einem klaren blauen Himmel.

Niedersachsen vereinheitlicht Praxisbedarf: Apotheken profitieren von neuem Vertragssystem

Einheitliche Vereinbarung für Praxisbedarf in Niedersachsen unterzeichnet

Die Landesapothekerkammer Niedersachsen (LAV) und die regionalen Krankenkassen haben eine neue, einheitliche Vereinbarung für Praxisbedarf unterzeichnet. Das Abkommen ersetzt das bisherige Flickwerk aus älteren Regelungen und sorgt für ein zuverlässigeres Versorgungssystem für Apotheken und Vertragsärzte. Es tritt am 1. Juli 2023 in Kraft und markiert den Übergang zu standardisierten Abläufen und einer höheren Effizienz.

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Die Vereinbarung modernisiert die Bereitstellung von Praxisbedarf durch Apotheken – dazu zählen Medikamente, Impfstoffe und Notfallmaterialien, die für mehrere Patienten genutzt werden. Nach den neuen Bedingungen erhalten Apotheken, die Impfstoffe an Vertragsärzte liefern, zunächst 80 Cent pro Dosis. Die Vergütung steigt später auf einen Euro an, sobald in einer dritten Phase die vertraglich festgelegten Ziele erreicht werden.

Zudem gelten nun einheitliche Prioritätsregeln für die Abgabe von Fertigarzneimitteln, die auch auf den Praxisbedarf ausgeweitet werden. Diese Änderung verhindert mögliche Vertragslücken und garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung mit essenziellen Behandlungen. Die Reform zielt darauf ab, Kosten zu senken, ohne die Qualität der Versorgung zu beeinträchtigen.

Die bisherigen, je nach Kasse unterschiedlichen Regelungen laufen offiziell am 31. Dezember 2025 aus. Das neue Rahmenwerk fasst alle teilnehmenden Apotheken unter einem einzigen Vertrag zusammen, wobei die genaue Zahl der betroffenen Apotheken nicht genannt wird. Auch zu Änderungen bei der Beteiligung im Vergleich zu den früheren Regelungen wurden keine Details bekannt gegeben.

Die Vereinbarung führt klarere Regeln und finanzielle Anreize für Apotheken ein, die Praxisbedarf bereitstellen. Durch die Standardisierung der Abläufe werden die Unstimmigkeiten des alten Systems beseitigt. Der Vertrag gilt mindestens bis Ende 2025, wobei Zahlungen und Prioritäten so angepasst werden, dass eine langfristige Versorgungssicherheit gewährleistet ist.

Quelle