18 March 2026, 16:11

Neues Buch entlarvt Ausreden gegen Klimaschutz – und zeigt, wie man besser streitet

Plakat mit der Aufschrift "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" und einem Logo, das die Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 fordert.

Neues Buch entlarvt Ausreden gegen Klimaschutz – und zeigt, wie man besser streitet

Ein neues Buch stellt die Ausreden infrage, die oft genutzt werden, um Klimaschutzmaßnahmen zu umgehen. "Besser streiten für die Zukunft", Ende Januar im Hanser Verlag erschienen, nimmt die 20 gängigsten Rechtfertigungen unter die Lupe – von persönlichem Komfort bis zum blinden Vertrauen in Marktlösungen. Die Autor:innen wollen die öffentliche Debatte mit klarer Logik und ethischer Präzision versachlichen.

An dem Projekt wirken Philosoph:innen und Ethiker:innen mit, darunter Kirsten Meyer, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Zukunftsethik, Klimaschutzethik und der Bildungsphilosophie. Das Buch begnügt sich nicht damit, schwache Argumente zu benennen – es zeigt Leser:innen, wie sie Behauptungen kritisch prüfen und fundiertere, evidenzbasierte Positionen entwickeln können.

Die Ideen werden auf der Leipziger Buchmesse live diskutiert. Bei einer Veranstaltung unter dem Titel "Besser streiten für die Zukunft" tritt Meyer in ein Gespräch, moderiert vom Journalisten Peter Unfried. Die Runde verspricht, die Thesen des Buches in einen öffentlichen Dialog zu überführen und für eine strengere, ehrlichere Klimadebatte zu werben.

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Statt gegnerische Standpunkte pauschal abzulehnen, analysieren die Autor:innen jede Ausrede systematisch. Ihr Ansatz deckt logische Fehlschlüsse, ethische Widersprüche und die realen Folgen von Untätigkeit auf. Ziel ist es nicht, Debatten zu gewinnen, sondern sie in lösungsorientierte, konstruktive Austauschprozesse zu lenken.

Die Veröffentlichung des Buches und die anstehende Leipziger Veranstaltung markieren einen Aufruf zu höheren Maßstäben in der Klimadiskussion. Indem sie schwache Argumentationsmuster entlarven und Werkzeuge für bessere Debatten an die Hand geben, wollen die Autor:innen die Gespräche aus der Erstarrung führen. Ihr Werk erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die öffentliche Frustration über verzögerte Maßnahmen und leere Rhetorik wächst.

Quelle