Münchner "Marsch für das Leben" polarisiert mit 7.000 Teilnehmern und Gegenprotesten
Heinz-Peter SödingMünchner "Marsch für das Leben" polarisiert mit 7.000 Teilnehmern und Gegenprotesten
Tausende Menschen gingen am Samstag in München auf die Straße, um am sechsten "Marsch für das Leben" der Stadt teilzunehmen. Die Veranstaltung zog Unterstützer an, die sich für eine "Kultur des Lebens" und gegen Abtreibung einsetzen, während gleichzeitig zahlreiche Gegenprotestierende zusammenkamen, um ihren Widerspruch zu äußern.
Die Organisatoren schätzten die Zahl der Teilnehmer auf etwa 7.000, während die Polizei von rund 4.500 ausging. Die Kundgebung, die von mehreren römisch-katholischen Bischöfen mit Solidaritätsbekundungen unterstützt wurde, unterstrich die langjährige Position der Bewegung, das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen. Silja Fichtner, Vorsitzende der Organisation Stimme der Ungeborenen, bekräftigte diese Haltung während der Veranstaltung.
Gleichzeitig versammelten sich etwa 1.500 Gegenprotestierende, um die Botschaft des Marsches herauszufordern. An einer Stelle blockierten einige Demonstranten eine Straße, wodurch es zu einer 45-minütigen Verzögerung des Zuges kam. Die Organisatoren deuteten später an, dass die hohe Beteiligung auch eine Reaktion auf die zunehmend lauter werdenden Forderungen von Abtreibungsrechtsbefürwortern sei.
Der Marsch endete mit der Ankündigung der nächsten Veranstaltungen, die für den 19. September in Berlin und Köln geplant sind.
Der Münchner Marsch für das Leben brachte erneut große Menschenmengen auf beiden Seiten der Abtreibungsdebatte zusammen. Da bereits weitere Aktionen in Vorbereitung sind, wird die Diskussion um dieses Thema in den kommenden Monaten voraussichtlich anhalten. Polizei und Organisatoren meldeten keine größeren Zwischenfälle – abgesehen von der vorübergehenden Behinderung durch die Gegenprotestierenden.






