Lothar Matthäus verpasste 1991 seinen Traumtransfer zu Real Madrid
Eines der dramatischsten Transferdramen der Fußballgeschichte spielte sich 1991 ab, als Real Madrid versuchte, Lothar Matthäus zu verpflichten. Die deutsche Legende stand kurz davor, für eine Rekordablösesumme zu den spanischen Giganten zu wechseln. Doch in letzter Minute platzte der Deal – und hinterließ bei Matthäus ein lebenslanges Bedauern.
Real Madrid unternahm einen kühnen Vorstoß für Matthäus und bot 18 Millionen D-Mark (etwa 750 Millionen Peseten). Diese Summe hätte den spanischen Transferrekord gesprengt und selbst Diego Maradonas Wechsel zu Barcelona 1982 für 500 Millionen Peseten in den Schatten gestellt. Matthäus, der sich danach sehnte, das berühmte weiße Trikot zu tragen, war bereit für den Wechsel.
Doch das Geschäft scheiterte an einem unerwarteten Hindernis: Inter Mailands Präsident Ernesto Pellegrini weigerte sich, Matthäus ziehen zu lassen. Pellegrini verglich den Deutschen berühmt mit einem Picasso-Gemälde und erklärte ihn schlicht für "nicht verkäuflich". Die Spannungen verschärften sich weiter, als Real Madrid auch noch den chilenischen Stürmer Iván Zamorano von Inter anwarb – die Beziehungen zwischen den Vereinen trübten sich zusehends.
Mit dem gescheiterten Transfer kehrte Matthäus 1992 schließlich zum FC Bayern München zurück. Seine Karriere dort war von zwei schmerzhaften Niederlagen im Champions-League-Finale geprägt – 1987 gegen Porto und 1999 gegen Manchester United. Jahre später gab er offen zu, wie sehr es ihn enttäuscht hatte, nie für Real Madrid gespielt zu haben.
Der gescheiterte Wechsel bleibt eine der großen "Was-wäre-wenn"-Geschichten des Fußballs. Matthäus verpasste seinen Traumtransfer, und Real Madrid verlor einen Weltklasse-Mittelfeldspieler. Das Platzen des Deals hinterließ bei allen Beteiligten tiefe Spuren.






