25 March 2026, 02:11

Lichtverschmutzung in Ottobeuren: BN-Diskussion zeigt alarmierende Folgen für Natur und Mensch

Langzeitbelichtung eines nächtlichen Stadtstraßenbildes mit Lichtspuren auf der Straße, beleuchteten Pflanzen, Polen, Lichtern und Gebäuden vor dunklem Himmel.

Lichtverschmutzung in Ottobeuren: BN-Diskussion zeigt alarmierende Folgen für Natur und Mensch

Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) diskutiert über Lichtverschmutzung

Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hat ihre jährliche Mitgliederversammlung im Silachstube-Saal des Gasthofs Mohren abgehalten. Ein zentrales Thema war die zunehmend problematische Lichtverschmutzung.

Robert Blasius, Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht", hielt einen Vortrag über die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung. Er erläuterte, wie übermäßige nächtliche Illumination Ökosysteme und die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Satellitenaufnahmen zeigten die Nachtseite der Erde, auf der leuchtende Städte und Küstenstreifen als helle Flecken und Lichtbänder hervortreten.

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Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Auseinandersetzung mit gängigen Vorurteilen zur Sicherheit. Studien belegen, dass die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen am Tag und nicht in der Nacht stattfinden. Dennoch bleibt der weltweite Stromverbrauch für Werbung und Straßenbeleuchtung unvermindert hoch.

Neben der Diskussion über Lichtverschmutzung wurden langjährige BN-Mitglieder geehrt. Wer seit über 40 Jahren dabei ist, erhielt Urkunden und silberne Anstecknadeln. Besonders gewürdigt wurde Wendelin Schindele für seine maßgebliche Rolle bei der Gestaltung des örtlichen Kräutergartens – er darf sich fortan als dessen "Architekt" bezeichnen.

Die Veranstaltung unterstrich die Dringlichkeit, der Lichtverschmutzung entgegenzuwirken, und feierte zugleich langjähriges Engagement im Naturschutz. Die Teilnehmer verließen die Versammlung mit einem besseren Verständnis dafür, wie künstliches Licht die Umwelt belastet. Gleichzeitig bekräftigte die Ortsgruppe ihren Willen, verdiente Mitglieder besonders zu würdigen.

Quelle