Leonhard Pfunds Debütsaison: Zwischen Triumph und Selbstzweifeln im Biathlon-Weltcup
Heinz-Peter SödingLeonhard Pfunds Debütsaison: Zwischen Triumph und Selbstzweifeln im Biathlon-Weltcup
Leonhard Pfund hat seine erste vollständige Weltcup-Saison im Biathlon mit sowohl Erfolgen als auch Herausforderungen abgeschlossen. Die Saison 2022/2023 brachte ihm seinen ersten Sieg im IBU-Cup sowie eine Silbermedaille bei den Europameisterschaften ein. Nun richtet er seinen Blick auf die Zukunft – und darauf, die Skeptiker zu widerlegen, die dem deutschen Biathlon wenig Chancen einräumen.
Pfunds Debütsaison im Weltcup verlangte ihm viel ab. Der anstrengende Terminkalender und die ständigen Reisen forderten ihren Tribut, ließen ihn mitunter erschöpft zurück. Offenermaßen gab er zu, während der Rennen Schwierigkeiten gehabt zu haben, besonders in Momenten des größten Drucks.
Trotz der Hindernisse sprachen seine Ergebnisse für sich: Ein erster Platz im IBU-Cup und Silber bei den Europameisterschaften markierten einen vielversprechenden Auftakt. Dennoch bleibt er realistisch, was die aktuelle Situation des Biathlons in Deutschland betrifft, und räumt ein, dass frühere Generationen größere Erfolge feiern konnten.
Mit Blick auf die kommende Saison trägt Pfund hohe Erwartungen in sich. Er betont jedoch, dass der deutsche Biathlon alles andere als im Niedergang begriffen sei. Eine neue Welle junger, motivierter Athleten stehe in den Startlöchern, und er ist überzeugt, dass die nächsten Jahre eine Aufwärtsentwicklung bringen werden. Zunächst steht für ihn jedoch Erholung an – neue Kräfte sammeln, bevor die nächste Herausforderung beginnt.
Pfunds erste vollständige Weltcup-Saison brachte sowohl Triumphe als auch Lehrgeld mit sich. Sein Fokus liegt nun auf Regeneration und Vorbereitung, mit einem klaren Ziel: die Zweifler zu überzeugen, dass die Zukunft des deutschen Biathlons rosig ist. Die nächsten Saison werden zeigen, ob sein Vertrauen in die Wiederbelebung des Sports berechtigt ist.






