07 April 2026, 16:13

Kult-Apotheke in Berlin-Britz schließt nach 14 Jahren für immer ihre Pforten

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden, an einer Straßenecke gelegen.

Kult-Apotheke in Berlin-Britz schließt nach 14 Jahren für immer ihre Pforten

Beliebte Apotheke im Berliner Stadtteil Britz schließt für immer

Die bekannte Farma-Plus Apotheke im Berliner Ortsteil Britz hat Ende Januar 2023 ihre Türen endgültig geschlossen. Das seit Jahren vertraute lokale Unternehmen musste aufgeben, nachdem der Inhaber unter nicht mehr tragbaren Kostendruck geriet. Steigende Mieten und sich wandelnde Anforderungen im Gesundheitswesen spielten dabei eine entscheidende Rolle.

Die Filiale in Britz firmierte seit 2009 unter dem Namen Farma-Plus. Inhaber Holger Thomas nannte das Auslaufen des Mietvertrags und eine drastische Mieterhöhung als Hauptgründe für die Schließung. Die neuen Mietkonditionen seien wirtschaftlich nicht mehr darstellbar gewesen – besonders vor dem Hintergrund zusätzlicher Belastungen durch Umstrukturierungen in der lokalen medizinischen Infrastruktur.

Hinzu kam, dass die Ampelkoalition eine angekündigte Erhöhung der Festbeträge für Apothekenleistungen verzögerte. Ohne diese Unterstützung kämpften viele Berliner Apotheken um ihr Überleben über Januar 2023 hinaus. Thomas, der weiterhin eine weitere Apotheke in einem nahegelegenen Einkaufszentrum betreibt, entschied sich dafür, sein Geschäft zu konsolidieren, statt den Mietvertrag in Britz zu verlängern.

Sämtliche Mitarbeiter der Britzer Filiale haben inzwischen neue Stellen gefunden. Die Schließung reiht sich in einen größeren Trend ein: Immer mehr Apotheken in Berlin müssen dichtmachen – getrieben von wirtschaftlichem Druck und ungelösten Nachfolgeregelungen bei angrenzenden Arztpraxen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Farma-Plus Apotheke in Britz bleibt nun dauerhaft geschlossen. Kunden, die jahrelang auf ihre Dienstleistungen setzten, müssen sich nach Alternativen in der Nachbarschaft umsehen. Der Fall unterstreicht die wachsenden Herausforderungen, vor denen unabhängige Apotheken in Berlins sich wandelnder Gesundheitslandschaft stehen.

Quelle