16 March 2026, 16:15

Katholische Kirche verliert weiter Mitglieder – besonders in Ostdeutschland

Ein Buch mit Bildern der Inneneinrichtung, Artefakte und Texten zur Geschichte und Bedeutung der katholischen Kirche.

Katholische Kirche verliert weiterhin Mitglieder - Katholische Kirche verliert weiter Mitglieder – besonders in Ostdeutschland

Die Zahl der Mitglieder der katholischen Kirche in Deutschland geht weiter zurück – ein langfristiger Trend, der sich fortsetzt. Während im Jahr 2000 noch rund 27 Millionen Menschen der Kirche angehörten, waren es 2025 nur noch etwa 18 Millionen. Besonders ausgeprägt ist dieser Rückgang in den neuen Bundesländern, wo mittlerweile weniger als fünf Prozent der Bevölkerung katholisch sind. In den süddeutschen Regionen wie Bayern und Baden-Württemberg liegt die Mitgliederzahl zwar höher, doch auch hier sind ähnliche Rückgänge zu verzeichnen.

In Niedersachsen verzeichnete das Bistum Osnabrück einen Rückgang der katholischen Mitglieder von 497.031 auf 486.439 im Jahr 2025. Zudem gab es 6.702 offizielle Austritte – ein leichter Rückgang im Vergleich zu 6.822 im Vorjahr. Trotz des Mitgliederschwunds betonten Kirchenvertreter ihr weiterhin starkes Engagement in den Gemeinden.

Das Bistum Hildesheim verzeichnete einen noch deutlicherer Rückgang: Die Zahl der Mitglieder sank von 508.073 auf 493.186. Die Austrittszahlen lagen hier bei 8.843 und damit leicht unter denen des Vorjahres.

Im Regierungsbezirk Oldenburg ging die Zahl der Katholiken von 235.388 auf 230.623 zurück. Die Austritte stiegen leicht auf 3.157 – mehr als im Jahr 2024. In Bremen wurden 2025 noch 55.809 katholische Mitglieder gezählt.

Landesweit gehörten in Niedersachsen Ende des Jahres noch rund 1,16 Millionen Menschen der katholischen Kirche an.

Die Zahlen spiegeln einen kontinuierlichen Rückgang der katholischen Kirchenmitgliedschaft in ganz Deutschland wider, wobei das Tempo regional unterschiedlich ausfällt. Zwar verzeichneten einige Bistümer weniger Austritte, doch insgesamt sinken die Zahlen weiter – ein Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel in der religiösen Bindung.

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