23 March 2026, 02:11

Jens Zangenfeind bricht CSU-Dominanz als neuer Landrat in Miesbach

Karte von Deutschland mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Jens Zangenfeind bricht CSU-Dominanz als neuer Landrat in Miesbach

Jens Zangenfeind ist zum neuen Landrat des Landkreises Miesbach in Oberbayern gewählt worden. Der Kandidat der Freien Wähler (FWG) errang im zweiten Wahlgang einen deutlichen Sieg und beendete damit jahrzehntelange CSU-Führung in der Region. Sein Erfolg markiert einen Wandel in der lokalen Politik, nachdem der Amtsinhaber Olaf von Löwis auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.

Die Wahl begann mit drei Hauptbewerbern. In der ersten Runde führte Zangenfeind mit 45,3 Prozent der Stimmen. Franz Schnitzenbaumer, der CSU-Kandidat und ehemalige Bürgermeister von Schliersee, erreichte mit 25,6 Prozent den zweiten Platz. Thomas Tomaschek von den Grünen folgte mit 12,2 Prozent auf dem dritten Rang.

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Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, kam es zu einer Stichwahl zwischen Zangenfeind und Schnitzenbaumer. Zangenfeind setzte sich im zweiten Wahlgang klar durch und erhielt 78 Prozent der Stimmen. Schnitzenbaumer kam lediglich auf 22 Prozent und konnte den Sitz damit nicht für die CSU halten.

Das Ergebnis bestätigt einen größeren Trend im Landkreis Miesbach. Seit 2014 gewinnen grüne und ökologisch orientierte Kandidaten an Einfluss – so wurde Wolfgang Rzehak (Grüne) einer der ersten grünen Landräte Deutschlands. Diesmal sicherte sich jedoch der FWG-Politiker Zangenfeind, bisher Bürgermeister von Hausham, die Spitzenposition.

Mit seinem Erdrutschsieg beendet Zangenfeind die CSU-Herrschaft in Miesbach nach vielen Jahren. Der ehemalige Bürgermeister übernimmt nun das Amt des Landrats von von Löwis. Seine Amtszeit beginnt mit einem klaren Mandat, nachdem er im zweiten Wahlgang fast vier Fünftel der Stimmen auf sich vereinen konnte.

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