02 April 2026, 12:16

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Lebenswerk in Musik und Demokratie

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Berlin, Deutschland, mit einer pinken Fahne, auf der "Happy Pride March" steht, vorbei an Gebäuden, Laternenpfählen und Verkehrsampeln unter einem bewölkten Himmel.

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Lebenswerk in Musik und Demokratie

Herbert Grönemeyer erhält in diesem Jahr den Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein Lebenswerk in Musik und Demokratie. Die Auszeichnung würdigt seine künstlerischen Leistungen sowie sein engagiertes Eintreten für demokratische Werte. Zu den früheren Preisträgern zählen die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin, die 2023 für ihre wissenschaftliche Arbeit geehrt wurden.

Die 1993 gegründete Deutsche Nationalstiftung fördert Einheit, Toleranz und internationales Verständnis. Grönemeyers Auswahl spiegelt seinen jahrzehntelangen Einfluss auf die deutsche Kultur und sein politisches Engagement wider. Wiederholt hat er eine "Brandmauer gegen Rechts" gefordert und die Aufklärung extremistischer Aktivitäten unterstützt.

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Bei einem Konzert in Dortmund 2024 bezeichnete er Andersdenkende als "rechte Ratten" und betonte die Notwendigkeit einer "stabilen, bürgerlichen Gemeinschaft". Sein politisches Engagement zeigt sich auch in Wahlaufrufen, bei denen er progressive Politik und Zuwanderung unterstützt hat. 2015 nannte er den Flüchtlingszuzug einen "Glücksfall" für Deutschland.

Der Preis würdigt zudem seine prägende Rolle für die deutsche Popmusik. Sein Werk hat bleibende Spuren in der kulturellen Landschaft des Landes hinterlassen und verbindet künstlerischen Erfolg mit gesellschaftlichem Engagement.

Die Preisverleihung wird Grönemeyers doppeltes Erbe als Musiker und Demokratieverfechter in den Mittelpunkt stellen. Seine Aufrufe zum Widerstand gegen Extremismus und sein Einsatz für eine offene Gesellschaft bleiben zentral für sein öffentliches Wirken. Die Entscheidung der Stiftung unterstreicht die Bedeutung von Kulturschaffenden bei der Verteidigung demokratischer Grundwerte.

Quelle