Handwerk in Steinfurt-Warendorf kämpft mit Schwarzarbeit und steigenden Energiekosten
Serpil KranzHandwerk in Steinfurt-Warendorf kämpft mit Schwarzarbeit und steigenden Energiekosten
Landrat Dr. Martin Sommer traf sich kürzlich mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, um drängende Herausforderungen im Handwerk zu erörtern. Themenschwerpunkte waren illegale Beschäftigung, steigende Kosten sowie neue Vergaberegeln, die ab 2026 in Kraft treten sollen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Auswirkung von Schwarzarbeit auf legale Arbeitsplätze und die öffentlichen Finanzen. Die Teilnehmer betonten, dass nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse Sozialversicherungsträger und den Staat jährlich Milliarden kosten. Die Bekämpfung dieses Problems war ein zentraler Diskussionspunkt.
Die angespannte Lage im Iran hat zu einem Anstieg der Energiepreise geführt, was die Handwerksbetriebe zusätzlich belastet. Lieferkettenstörungen und zögerliche Investitionsentscheidungen verschärfen die Situation für lokale Unternehmen weiter. Die Vertreter wiesen zudem auf die Bedeutung der dualen Berufsausbildung hin, um stabile Karrierewege zu sichern und die Betriebsnachfolge zu gewährleisten.
Ab dem 1. Januar 2026 gelten neue Regeln für öffentliche Aufträge. Diese sollen Verfahren vereinfachen, Bürokratie abbauen und qualitativ hochwertigen Anbietern faire Chancen im Vergabeverfahren einräumen. Frank Tischner, ein Vertreter der Handwerkerschaft, begrüßte die Änderungen und erklärte, sie kämen den leistungsfähigsten Betrieben zugute.
Die Gesprächsrunde endete mit der Bestätigung beider Seiten, die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit fortzusetzen. Landkreis und Handwerkerschaft pflegen seit Langem einen intensiven Austausch, um gemeinsame Herausforderungen zu meistern.
In weniger als zwei Jahren treten die überarbeiteten Vergaberegeln in Kraft. Die Handwerksbetriebe vor Ort werden weiterhin mit Kostendruck und Lieferengpässen konfrontiert sein, doch eine engere Abstimmung zwischen Behörden und Innungen könnte einige Belastungen mindern. Das Treffen unterstrich die laufenden Bemühungen, das Handwerk in der Region zu stärken.






