Grevenbroichs Bürgermeister fordert gerechtere Verteilung der Kreisumlage bis 2026
Heinz-Peter SödingGrevenbroichs Bürgermeister fordert gerechtere Verteilung der Kreisumlage bis 2026
Grevenbroichs Bürgermeister fordert dringende Reform der Kreisumlage
Der Bürgermeister von Grevenbroich hat dringende Änderungen an der Kreisumlage gefordert – jenem Pflichtbeitrag, den Städte und Gemeinden an den Rhein-Kreis Neuss abführen müssen. Klaus Krützen warnt, dass steigende Kosten die kommunalen Haushalte belasten und immer weniger Spielraum für dringende Vorhaben lassen. Er verlangt nun, dass der Kreis die finanzielle Last gerechter mit seinen Mitgliedskommunen teilt.
Die Kreisumlage ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und setzt Städte wie Grevenbroich zunehmend unter Druck. Ab 2026 werden die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt ihren Anteil an der Umlage nicht mehr vollständig decken können. Krützen betont, dass diese wachsende finanzielle Belastung die Planungssicherheit der Kommunen untergräbt und ihre Handlungsfähigkeit einschränkt.
Im März 2026 hatte der Rhein-Kreis Neuss den Hebesatz zwar von 37,52 auf 35,87 Prozent gesenkt – eine Entlastung, die Krützen jedoch als unzureichend bewertet. Er unterstützt daher Forderungen kommunaler Spitzenverbände nach einem verbindlichen Einsparziel von zwei Prozent im Kreishaushalt.
Der Bürgermeister räumt zwar ein, dass die Umlage wichtige regionale Leistungen finanziert, doch hinterlässt sie gleichzeitig Lücken in den kommunalen Kassen. Zwar sei die Kreisumlage ein solidarisches System, warnt Krützen, doch dürfe sie nicht auf Kosten einer starken kommunalen Selbstverwaltung gehen. Ohne Kurskorrektur fürchtet er, dass Städte künftig kaum noch in der Lage sein werden, Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe zu sichern.
Krützens Forderungen spiegeln den Zielkonflikt zwischen den Finanzbedürfnissen des Kreises und der Haushaltslage der Kommunen wider. Zwar bringt die gesenkte Kreisumlage 2026 eine gewisse Entlastung, doch Städte wie Grevenbroich oder Dormagen bleiben weiter unter Haushaltsdruck. Die Debatte um ein Einsparziel rückt nun in den Fokus, wie der Rhein-Kreis Neuss seinen Haushalt konsolidieren kann, ohne seine Gemeinden zu überlasten.






