31 March 2026, 12:20

EZB plant dreistufige Strategie gegen Inflation durch Iran-Konflikt und Rekord-Ölpreise

Plakat mit der Überschrift "Unter Präsident Bidens Inflationsreduktionsgesetz" mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: oben die Auswirkungen des Gesetzes und unten die visualisierte Darstellung in Blau und Grün.

EZB plant dreistufige Strategie gegen Inflation durch Iran-Konflikt und Rekord-Ölpreise

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen klaren Plan vorgelegt, um mögliche Energieschocks infolge des Iran-Konflikts zu bewältigen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte eine dreistufige Strategie vor, um Inflationsrisiken zu steuern – abhängig davon, wie schwerwiegend und nachhaltig etwaige Preisschübe ausfallen könnten. Unterdessen haben die Ölpreise bereits fast Rekordniveaus erreicht und sorgen für wachsende Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Stabilität.

Lagardes erster Ansatz sieht vor, kurzfristige Preissprünge bei Energie zu ignorieren. Die EZB geht davon aus, dass eine Reaktion auf vorübergehende Inflationsausschläge mehr schaden als nützen könnte, da politische Maßnahmen oft mit Verzögerung wirken. Sollte die Inflation zwar hoch bleiben, aber nicht übermäßig hartnäckig sein, würde die zweite Stufe schrittweise Anpassungen der Geldpolitik ermöglichen.

Ein schwerwiegenderes Szenario würde dagegen entschlossenes Handeln erfordern. Im Rahmen dieser dritten Komponente würde die EZB mit Nachdruck reagieren, falls die Inflation deutlich von den Erwartungen abweicht und zu lange anhält. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane verglich den Entscheidungsprozess mit einem Probit-Modell, bei dem in jeder Sitzung anhand der neuesten Daten geprüft wird, ob Maßnahmen erforderlich sind.

Aktuell liegen die Ölpreise nahe dem 95. Perzentil der erwarteten Werte – ein klares Signal für einen schweren Schock. Im schlimmsten Fall der EZB, der nahe an den Markterwartungen liegt, würde die Wirtschaft der Eurozone 2026 zum Stillstand kommen, gefolgt von einer nur zögerlichen Erholung bis Ende 2028. Eine noch tiefere Energiekrise könnte die Region sogar in eine leichte Rezession stürzen. In diesem ungünstigen Szenario würden moderate Zinserhöhungen den Einlagezinssatz von 2 auf 2,5 Prozent anheben.

Die düstere Prognose der EZB sagt zudem anhaltend hohe Inflation voraus – sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kerninflation. Dies würde eine entschlossene geldpolitische Reaktion erfordern, um die Preise wieder unter Kontrolle zu bringen.

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Die Strategie der EZB balanciert zwischen Zurückhaltung und Handlungsbereitschaft für den Fall, dass sich die Energieschocks verschärfen. Die Ölpreise haben bereits fast Rekordhöhen erreicht, und das Wirtschaftswachstum könnte leiden, sollte sich die Lage weiter zuspitzen. Die nächsten Schritte der Bank hängen davon ab, wie sich Inflation und Energiemärkte in den kommenden Monaten entwickeln.

Quelle