Erfurt und Ex-Mitarbeiter Montavon verhandeln über sechsstellige Vergleichssumme
Heinz-Peter SödingErfurt und Ex-Mitarbeiter Montavon verhandeln über sechsstellige Vergleichssumme
Die Stadt Erfurt und der ehemalige Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über eine außergerichtliche Einigung in ihrem langjährigen Rechtsstreit. Montavon, der vor mehr als zwei Jahren entlassen wurde, könnte seine Klage auf Wiedereinstellung fallen lassen, falls eine Einigung zustande kommt. Die Gespräche folgen auf ein Schlichtungsverfahren, das Mitte März dieses Jahres stattfand.
Montavon war von der Stadt fristlos entlassen worden, die später finanzielle Verfehlungen als Grund angab. Seither kämpft er juristisch um die Rückkehr in sein Amt.
Eine mögliche Einigung scheint nun in Reichweite: Im Gespräch ist eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich, die vor allem ausstehende Gehaltsnachzahlungen an Montavon abdecken würde. Allerdings stocken die Verhandlungen, nachdem er nach einer grundsätzlichen Einigung eine zusätzliche Forderung gestellt hatte.
Bürgermeister Andreas Horn (CDU) informierte vergangenen Donnerstag den Ältestenrat der Stadt über den Stand der Dinge. Falls der Stadtrat dem Vergleich zustimmt, könnte die Einigung bereits im Mai unterzeichnet werden. Scheitern die Verhandlungen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Die Entscheidung hängt davon ab, ob beide Seiten die noch offenen Punkte klären können. Bei einer Einigung würde der Rechtsstreit beendet und weitere Gerichtsverfahren vermieden. Die Weichen für das weitere Vorgehen stellt die Stadtratsentscheidung im Mai.






