Deutsche Bahn behebt Personalmangel in Stellwerken – mehr Züge pünktlich unterwegs
Serpil KranzDeutsche Bahn behebt Personalmangel in Stellwerken – mehr Züge pünktlich unterwegs
Die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB InfraGO, hat bedeutende Fortschritte bei der Bekämpfung des Personalmangels in Stellwerken erzielt. Seit Anfang 2026 hat das Unternehmen die Mitarbeiterzahlen deutlich aufgestockt, was zu weniger Zugausfällen und einem reibungsloseren Betrieb geführt hat. Die Verbesserungen kommen nach Jahren der Beeinträchtigungen, die durch chronische Unterbesetzung in diesem entscheidenden Bereich verursacht wurden.
Die Zahl der Stellwerksmitarbeiter wurde um etwa zehn Prozent erhöht. Rund 2.200 zusätzliche Beschäftigte steuern nun den Zugverkehr – im Vergleich zum Vorjahr. Diese Fachkräfte, die offiziell als Fahrdienstleiter bezeichnet werden, sorgen dafür, dass Züge sicher und pünktlich verkehren.
Die Personalbestände haben sich stabilisiert, wobei die operative Personaldeckungsquote seit 2026 bundesweit bei 100 Prozent liegt. Dieser Anstieg ist das Ergebnis einer gezielten Einstellungsoffensive und ausgeweiteter Ausbildungsprogramme. DB InfraGO qualifiziert zudem bestehende Mitarbeiter weiter, sodass diese flexibel in verschiedenen Stellwerken eingesetzt werden können.
In der Folge sind Ausfälle und Einschränkungen im Service, die auf Personalmangel zurückgingen, deutlich zurückgegangen. Noch in diesem Jahr plant das Unternehmen, weitere 1.000 Auszubildende einzustellen, um den positiven Trend zu festigen. Langfristig könnte jedoch moderne Stellwerkstechnik den Personalbedarf verringern.
Der Personalaufwuchs hat bereits zu weniger Zugausfällen und einer höheren Zuverlässigkeit geführt. Mit weiteren Einstellungen und Schulungen strebt DB InfraGO an, die Personalstärke dauerhaft zu sichern. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, den Bahnbetrieb zu modernisieren und gleichzeitig frühere Engpässe zu überwinden.






