CDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Militärauto-Video in die Kritik
Serpil KranzCDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Militärauto-Video in die Kritik
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Militärautos aus der NS-Zeit in die Kritik geraten. Die Aufnahmen, die er auf seinem Instagram-Account geteilt hatte, zeigten Enthusiasten, die in Uniform auf Motorrädern der ehemaligen Wehrmacht fuhren. Die Partei hat inzwischen disziplinarische Maßnahmen gegen ihn eingeleitet.
Das Video war zunächst auf Bommerts Instagram-Profil zu sehen, wurde später jedoch gelöscht. Es zeigte eine Veranstaltung, bei der Teilnehmer auf historischen Motorrädern fuhren, die einst von der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg genutzt wurden. Einige der Fahrer trugen zeitgenössische Uniformen, was umgehend scharfe Kritik auslöste.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Steeven Bretz, verurteilte den Beitrag und erklärte, er "distanziere sich auf das Schärfste von Inhalten dieser Art und deren Verbreitung". Bretz kündigte zudem an, das Thema persönlich mit Bommert zu besprechen. Die CDU sprach eine offizielle Rüge aus, verzichtete jedoch darauf, Bommert aus seinen Parteiämtern zu entlassen oder weitere Sanktionen zu verhängen.
Als Reaktion auf die Kontroverse trat Bommert als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Die CDU-Fraktion bestätigte, dass der Vorfall intern aufgearbeitet werde. Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert in die Kritik gerät – zuvor war er bereits wegen eines WhatsApp-Status, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete, unter Beschuss geraten.
Die CDU hat den Vorfall mit einer Rüge und internen Gesprächen behandelt. Bommerts Rücktritt vom Vorsitz des Wirtschaftsausschusses ist eine direkte Folge der öffentlichen Empörung. Kein anderer CDU-Politiker in Brandenburg sah sich in den letzten Jahren vergleichbaren öffentlichen disziplinarischen Maßnahmen ausgesetzt.






