Cannabis-Legalisierung in Berlin: Schwarzmarkt schrumpft – doch Systemlücken bleiben
Heinz-Peter SödingCannabis-Legalisierung in Berlin: Schwarzmarkt schrumpft – doch Systemlücken bleiben
Zwei Jahre nach der Legalisierung von Cannabis in Berlin zeigt ein neuer Bericht, dass der Schwarzmarkt schrumpft. Doch es bleiben Bedenken wegen Lücken im System. Die Grünen verweisen auf anhaltende Probleme bei der Versorgung und Regulierung der Droge in der Stadt.
Die Legalisierung von Cannabis in Berlin markierte einen Wandel von der vollständigen Prohibition. Seitdem geht der Konsum unter Jugendlichen weiter zurück. Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, bezeichnete dies als positiven Trend, warnte jedoch vor fortbestehenden Herausforderungen.
Laut Dahmen werden Gesundheitsstrukturen genutzt, um den Zugang zu Cannabis zu erleichtern – ein Hinweis darauf, dass die legalen Bezugsquellen nach wie vor unzureichend sind. Er sprach von einer "Systemlücke", die dringend behoben werden müsse. Ziel der Grünen ist es, den legalen Zugang so auszugestalten, dass er den Schwarzmarkt vollständig verdrängt – ohne dabei neue ungeregelte Märkte entstehen zu lassen.
Der zweite wissenschaftliche Zwischenbericht zur Legalisierung bestätigt Fortschritte bei der Eindämmung illegaler Verkäufe. Dahmen betonte jedoch, dass der Schutz der Gesundheit von Jugendlichen weiterhin Priorität haben müsse. Er argumentierte, dass die aktuellen Regelungen weiterhin Spielraum für Missbrauch lassen, insbesondere bei der Beschaffung von medizinischem Cannabis.
Der Bericht belegt, dass Berlins Ansatz den Schwarzmarkt zurückdrängt. Die Grünen bestehen jedoch darauf, dass strengere Regulierungen notwendig sind, um rechtliche Schlupflöcher zu schließen. Ohne weitere Maßnahmen, so ihre Warnung, könnten Versorgungslücken und mangelnde Kontrolle den Erfolg der Politik untergraben.






