25 March 2026, 02:10

Berlins Clubkultur feiert neun Tage lang ihre politische und gesellschaftliche Macht

Schwarzes und weißes Foto einer großen Halle mit Reihen von Tischen und Stühlen, tragenden Säulen, gewölbten Decken und prunkvollen Kronleuchtern, mit der Aufschrift "Festival der Gesellschaft der Freunde, Berlin" unten.

Berlins Clubkultur feiert neun Tage lang ihre politische und gesellschaftliche Macht

Berlins Club Commission veranstaltet den Tag der Clubkultur – ein neun Tage dauerndes Festival vom 3. bis 12. Oktober. Über 100 Veranstaltungen in der ganzen Stadt feiern die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Partyszene. Mit dabei sind Techno-Pioniere wie Modeselektor sowie legendäre Locations wie das KitKat Club und die Cassiopeia.

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Die Wurzeln des Festivals reichen bis zum Mauerfall im November 1989 zurück. Nach der Wiedervereinigung blühte in Ost-Berlin eine freie, undergroundgeprägte Techno-Kultur auf. Frühe Events wie die erste Loveparade 1989 begannen als kleine Friedensdemonstrationen, bevor sie zu globalen Phänomenen wurden. Clubs wie der Tresor (eröffnet 1991), der Bunker, das E-Werk und das UFO prägten die Szene und formten Berlins nächtliche Identität.

Das diesjährige Programm umfasst etablierte Clubs und kleinere Alternativräume. Am 2. Oktober veranstaltet das Haus der Visionäre einen Abend mit dem Club der Visionäre und dem CTM-Festival. Am 4. Oktober folgt im Tipsy Bear in Prenzlauer Berg eine Drag-Show. Zudem wird am 3. Oktober Mark Reeders Dokumentarfilm B-Movie gezeigt, der Berlins kulturellen Aufbruch nach dem Mauerfall beleuchtet.

Das Festival unterstreicht die anhaltende Kraft der Clubkultur als verbindendes Element zwischen Communities. Veranstaltungen finden in temporären Orten in verschiedenen Bezirken statt – eine Mischung aus historischen Locations und neuen Räumen.

Der Tag der Clubkultur vereint legendäre Namen und aufstrebende Künstler:innen in einem Programm. Von den politischen Anfängen des Techno bis zur heutigen vielfältigen Szene spiegelt das Festival Berlins anhaltenden Ruf als Hochburg des Nachtlebens und der kreativen Entfaltung wider. Bis zum 12. Oktober erwarten die Besucher:innen über 100 Events mit Gesprächen, Filmvorführungen und Performances in der ganzen Stadt.

Quelle