Baufirma im Landkreis Gifhorn unter Betrugsverdacht – 300.000 Euro Schaden und unvollendete Häuser
Heinz-Peter SödingBaufirma im Landkreis Gifhorn unter Betrugsverdacht – 300.000 Euro Schaden und unvollendete Häuser
Baufirma im Landkreis Gifhorn steht unter Betrugsverdacht – Schaden von über 300.000 Euro
Eine Baufirma im Landkreis Gifhorn sieht sich mit zahlreichen Betrugsvorwürfen von Hausbesitzern in ganz Niedersachsen konfrontiert. Die Vorwürfe reichen von ausbleibenden Zahlungen und unvollendeten Bauarbeiten bis hin zu Diebstahl – der Gesamtschaden beläuft sich auf über 300.000 Euro. Die Behörden haben nun Ermittlungen gegen den Geschäftsführer des Unternehmens eingeleitet.
Die Probleme begannen, als Hausbesitzer zwischen dem Harz und der Lüneburger Heide Unregelmäßigkeiten meldeten. Ein Ehepaar aus Braunschweig hatte 140.000 Euro im Voraus für Materialien und umfangreiche Sanierungsarbeiten gezahlt. Die Firma hinterließ jedoch eine Baustelle in desolatem Zustand – mit heraushängenden Kabelenden in den Trockenbauwänden und keiner einzigen abgeschlossenen Arbeit.
In einem weiteren Fall soll der Geschäftsführer einem Kunden einen Tresor eingebaut und daraus 50.000 Euro gestohlen haben. Dasselbe Ehepaar erstritt später ein Urteil gegen die Firma, doch die Vollstreckung scheiterte an gefälschten Insolvenzangaben und manipulierten E-Mails.
Die Führungsebene des Unternehmens wechselte mehrfach. Der ursprüngliche Geschäftsführer wurde zunächst durch seine Ehefrau ersetzt, dann im November 2025 durch eine weitere Person. Weder der Geschäftsführer noch seine Frau haben auf Anfragen reagiert, und die Online-Präsenz der Firma ist inzwischen verschwunden.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft den Fall nun wegen des Verdachts auf Betrug. Das Unternehmen hatte von seinen Kunden hohe Vorauszahlungen verlangt, lieferte jedoch oft unvollständige oder mangelhafte Leistungen, bevor es die Baustellen vollständig verließ.
Mit einem Schaden von über 300.000 Euro bleiben die betroffenen Hausbesitzer auf unfertigen Immobilien sitzen – mit kaum Aussicht auf Entschädigung. Die laufenden Ermittlungen sollen das Ausmaß des Betrugs klären und prüfen, ob strafrechtliche Konsequenzen folgen. Das plötzliche Verschwinden der Firma verstärkt die Unsicherheit für diejenigen, die nach Gerechtigkeit suchen.






