Autohändler fordern klare Regeln für E-Auto-Fördergelder – oder droht der Kollaps?
Heinz-Peter SödingAutohändler fordern klare Regeln für E-Auto-Fördergelder – oder droht der Kollaps?
Burkhard Weller, Inhaber eines deutschen Autohauses und Präsident des Verbandes der Automobilhändler (VAD), hat klarere Regeln für die anstehenden Fördergelder für Elektrofahrzeuge gefordert. Im AUTOHAUS-Podcast warnte er, dass die Branche ohne Anpassungen mit drastischen Rückgängen im Servicegeschäft und einer sinkenden Zahl an Autohäusern konfrontiert sein werde.
Weller betonte, dass die Subventionen rückwirkend ab dem 1. Januar gelten und auch junge Gebrauchtwagen einschließen sollten. Zudem forderte er ein vereinfachtes Verfahren, das Händlern während des Verkaufsprozesses zusätzliche Bürokratie erspart.
Laut seinen Prognosen wird die Umstellung auf Elektroautos das Servicevolumen halbieren. Bereits jetzt gehen der Teilebedarf und die Nacharbeit zurück – die Branche steuert auf eine Krise zu. Sollte sich der Trend fortsetzen, rechnet Weller damit, dass in Deutschland weniger als 12.000 Autohaus-Standorte und unter 3.000 unabhängige Inhaber übrig bleiben.
Der VAD will den Autohäusern eine stärkere politische Stimme verleihen. Weller verwies darauf, dass Politiker besser reagieren, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen – eine Erkenntnis aus ersten Gesprächen in Berlin. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der sich die Branche auf Konsolidierung und sinkende Umsätze einstellt.
Wellers Warnungen unterstreichen den Druck, unter dem die Händler angesichts der beschleunigten Elektrifizierung stehen. Ohne angepasste Fördermittel und Unterstützung könnten Serviceerlöse und unabhängige Betriebe weiter schrumpfen. Der VAD setzt sich weiterhin für politische Maßnahmen ein, die den Wandel für die Branche erleichtern.






