17 March 2026, 16:18

Apothekenreform: CDU fordert finanzielle Sicherheit und strengere Medikamentenkontrollen

Plakat mit der Aufschrift "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das wahrscheinlich Informationen zur Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Regierung verbreitet.

Apothekenreform: CDU fordert finanzielle Sicherheit und strengere Medikamentenkontrollen

Verhandlungen über Apothekenreformen in Deutschland sollen nächste Woche an Fahrt aufnehmen

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Die CDU-Politikerin Simone Borchardt hat vor den anstehenden Gesprächen zentrale Prioritäten skizziert, darunter finanzielle Absicherungen für Apotheker:innen sowie strengere Kontrollen beim Verkauf von Medikamenten. Zudem sollen langjährige Streitpunkte wie die Festbetragsregelung und der digitale Zugriff auf Patientenakten angegangen werden.

Die Debatte um die Festbetragsregelung schwelt bereits seit 2022. Steigende Kosten belasten die Margen der Apotheken zunehmend – besonders durch die Vorgaben des AMNOG-Rahmens. 2023 schlug die ABDA vor, die Pauschalgebühr abzuschaffen und stattdessen ein leistungsbasiertes Modell einzuführen. Die SPD legte 2024 einen Gegenentwurf mit schrittweisen, inflationsgebundenen Erhöhungen vor, während CDU/CSU ein Hybridmodell mit mengenabhängigen Boni favorisierten. Die Grünen plädierten dafür, die Gebühren an Nachhaltigkeitsziele zu knüpfen, und die FDP forderte eine vollständige Marktliberalisierung.

Borchardt betonte, dass Apotheker:innen nicht länger die finanziellen Risiken der Null-Retaxations-Politik tragen dürften. Gleichzeitig warnte sie vor einer Ausweitung des Medikamentenverkaufs in Drogeriemärkten oder der Zulassung ausländischer Online-Apotheken. Ein weiteres dringendes Thema ist die volle Lese- und Schreibberechtigung für elektronische Patientenakten (ePA), um gefährliche Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln zu verhindern.

Ungeklärt bleibt bisher die Rolle der Pharmazeutisch-technischen Assistent:innen (PTA): Ihre Vertretung in den Gremien wird noch diskutiert. Borchardt bestätigte, dass Apotheker:innen bereit seien, mehr Verantwortung zu übernehmen – allerdings nur bei klaren finanziellen Schutzmechanismen. Die Koalitionsgespräche Anfang 2026 zielen darauf ab, die Reformen bis Mitte des Jahres abzuschließen. Rabattregelungen, Digitalisierung und die Festbetragsregelung stehen dabei ganz oben auf der Agenda.

Die anstehenden Verhandlungen werden maßgeblich darüber entscheiden, wie Apotheken in den kommenden Jahren finanziert und reguliert werden. Bis Mitte 2026 soll eine Entscheidung zu Festbeträgen, ePA-Zugriff und Versandhandelsbeschränkungen fallen. Das Ergebnis wird sowohl die wirtschaftliche Stabilität der Apotheken als auch die Patientensicherheit prägen.

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