04 April 2026, 12:12

AfD unter 20 Prozent: Warum die Briefwahl die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz veränderte

Tortendiagramm auf einem weißen Hintergrund, das die prozentuale Verteilung der Stimmen bei einer Wahl zeigt, wobei die Abschnittsgrößen die Stimmmengen darstellen.

AfD unter 20 Prozent: Warum die Briefwahl die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz veränderte

Ein Facebook-Nutzer behauptete kürzlich Wahlmanipulation bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, nachdem die Alternative für Deutschland (AfD) nach der Auszählung der Briefwahlstimmen unter die 20-Prozent-Marke gefallen war. Die Vorwürfe folgten auf eine Verschiebung des vorläufigen Wahlergebnisses der Partei während des Wahlabends.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Landesbehörden wiesen die Anschuldigungen zurück und bestätigten, dass keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. Erste Hochrechnungen der Sender ARD und ZDF hatten die AfD zunächst bei 20 Prozent gesehen. Im Laufe des Abends und mit der Auszählung weiterer Stimmen korrigierte sich der Wert auf 19,5 Prozent. Dieser Rückgang von 0,5 Prozent liegt innerhalb der üblichen Fehlerquote bei Wahlprognosen.

Briefwähler verhalten sich oft anders als Wähler vor Ort und entscheiden sich tendenziell früher. Ein hoher Anteil an Briefwahlstimmen kann daher erste Hochrechnungen ungenauer machen. AfD-Anhänger stimmen jedoch seltener per Brief ab – ein Trend, der sich in vergangenen Wahlen und Daten des Statistischen Landesamts bestätigt.

Die Wählerschaft der Partei steht dem Wahlsystem, einschließlich der Briefwahl, seit Langem skeptisch gegenüber. Dieses Misstrauen könnte erklären, warum weniger AfD-Unterstützer von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen. Der Rückgang des Parteiergebnisses durch die nachträgliche Berücksichtigung der Briefstimmen deutet laut Wahlbehörden nicht auf Manipulation hin.

Die Landeswahlleiterin von Rheinland-Pfalz bestätigte, dass es keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung gebe. Der leichte Rückgang der AfD in den Prognosen entspricht den typischen Schwankungen, die bei der Auswertung von Briefwahlstimmen auftreten. Wahlhochrechnungen sind Schätzungen, die sich mit fortschreitender Auszählung präzisieren. Die Behörden schlossen jegliches Fehlverhalten im Wahlprozess aus.

Quelle