26 April 2026, 12:15

12-Stunden-Regel treibt Spritpreise in Deutschland schneller in die Höhe als in der EU

Balkendiagramm, das den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, in vier Abschnitte unterteilt mit prozentualer Aufschlüsselung.

12-Stunden-Regel treibt Spritpreise in Deutschland schneller in die Höhe als in der EU

Deutschlands neue 12-Stunden-Regel für Spritpreiserhöhungen trat am 1. April in Kraft. Die Änderung hat der Mineralölbranche bereits höhere Gewinne beschert. Erste Daten zeigen, dass die Benzinpreise hierzulande schneller steigen als in den Nachbarländern der EU.

In den ersten beiden Wochen nach Inkrafttreten der Regel stieg die Gewinnmarge bei Superbenzin im Schnitt um sechs Cent pro Liter. Bei Diesel waren hingegen keine klaren Veränderungen zu erkennen.

Die stärksten Preissprünge gab es an Tankstellen kleinerer Ketten und unabhängiger Betreiber. Große Mineralölkonzerne verzeichneten dagegen die geringsten Aufschläge. Kritiker hatten zuvor gewarnt, die Regel könnte zu vorsorglichen Preiserhöhungen führen und die Kosten weiter in die Höhe treiben.

Besonders betroffen von den Preisanstiegen war Süddeutschland. Ein Vergleich mit anderen EU-Staaten bestätigte, dass die Benzinpreise in Deutschland nach Einführung der neuen Vorschrift deutlich stärker kletterten als anderswo.

Bisher hat die 12-Stunden-Regel vor allem den Ölkonzernen durch höhere Benzinmargen zu höheren Gewinnen verholfen. Unabhängige Tankstellenbetreiber erhöhten die Preise stärker als die großen Ketten. Die langfristigen Auswirkungen auf Diesel und die regionalen Unterschiede bleiben abzuwarten.

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